Kindertagesstätte in Rennertehausen

Geld für Miteinander der Generationen

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Über das Geld von Land und Kreis freuen sich Bürgermeister Claus Junghenn, Tagesstätten-Leiterin Ulrika Amend und Landrat Reinhard Kubat (von links): Insgesamt liegt die Förderquote für den Neubau in Rennertehausen bei knapp 30 Prozent.Foto: Glotz

Allendorf-Rennertehausen - Mit der neuen Kindertagesstätte in Rennertehausen wollen die Gemeinde Allendorf und die Kirchengemeinde sich nicht nur an junge Familien, sondern an alle Altersgruppen wenden. Dafür gibt es Geld vom Land und vom Kreis.

Der Landkreis nimmt die Betreuung der Unter-Dreijährigen ernst. Das ist die Botschaft einer ganzen Reihe von Terminen, die der Landrat in den nächsten Tagen im gesamten Kreisgebiet absolviert. Erster halt war gestern Allendorf. Im Gepäck hatte Reinhard Kubat einen Bewilligungsbescheid für die Förderung des Neubaus des Kindergartens im Ortsteil Rennertehausen. Insgesamt fördert der Kreis die Investition in die Zukunft mit knapp 330000 Euro.

„Das ist erfreulicher Termin, der uns in der Finanzierung sehr weiterhelfen wird“, sagte Allendorfs Bürgermeister Claus Junghenn. Insgesamt gibt die Kommune für den Neubau gut zwei Millionen Euro aus – Mobiliar und die Gestaltung des Außenbereiches sind da noch nicht eingerechnet. „Das ist eine Summe, die auch eine der wohlhabendsten Kommunen im Landkreis erst einmal schultern muss“, sagte Reinhard Kubat. Die Förderung helfe auch, dass der Kreis die gesetzliche für die Betreuung von Unter-Dreijährigen sicherstellen kann. Schon jetzt liegt die Versorgungsquote in der Kommune Allendorf mit 55 U3-Plätzen im kreisweiten Schnitt bei knapp 42 Prozent, durch den geförderten Neubau steigt sie auf 65 Plätze – oder knapp 48 Prozent.

Landrat Kubat lobte das Konzept der geplanten Kindertagesstätte. Leiterin Ulrike Amend erklärte, dass nicht nur eine Kindertagesstätte gebaut werden. Auch ein „Raum der Generationen als zweites Standbein und ein Familienzentrum seien im Entstehen. „Wir wollen alle in das Haus einladen“, sagte Amend. Alle Seniorengruppen seien bereits jetzt eingeladen, sich die Räume nach Fertigstellung des Neubaus ausgiebig anzuschauen.

Dass sich die Generationen in der Tagesstätte treffen sollen, findet offensichtlich auch die Landeskirche von Hessen-Nassau gut: 100.000 Euro schießt sie als Förderung für den „Raum der Generationen“ hinzu. Hinzu kommen vom Land weitere 149500 Euro, sodass die Förderquote für die Tagesstätte inzwischen bei knapp 30 Prozent liegt. Hinzu kommt ein äußert günstiger Kredit, denn die Gemeindevertreter noch vor der Sommerpause genehmigt hatten – so profitiert die Kommune von einem Kreditprogramm, dass für derartige Bauvorhaben aufgelegt wurde.

Durch den größeren Kindergarten sollen unter anderem die Kinder aus Haine, die derzeit im Burgwald in die Kita gehen, zurück in die Gemeinde Allendorf geholt werden. „Das ist auch gut für Burgwald“, sagte Claus Junghenn. In der Nachbarkommune würde so durch den Rennertehäuser Neubau Platz für neue U3-Plätze geschaffen.

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