Integratives Klimaschutzkonzept

Geld sparen mit einer Dachdämmung

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Bettina Werner, Ansprechpartnerin für Energiefragen in der Stadtverwaltung, Projektmanager Matthias Pöhler, Balzer-Niederlassungsleiter Volker Zarges und Bürgermeister Rüdiger Heß (von links) zeigen verschiedene Dämmmaterialien und Fensterverglasungen.Fot

Frankenberg - In kleinen Schritten oder mit einem großen Sprung: Wenn Hausbesitzer Geld in die Hand nehmen, können sie mit einfachen Dämmungen schon viel Geld sparen. Bürgermeister Rüdiger Heß wirbt so für den Klimaschutz.

Draußen ist es ungemütlich kalt und windig, Schnee hüllt die Landschaft ein. Umso wärmer und gemütlicher ist es bei diesem Winterwetter in den eigenen vier Wänden. In vielen Häusern zieht allerdings ein großer Teil der Wärme nach draußen. Bürgermeister Rüdiger Heß, Projektmanager Matthias Pöhler von der Klima- und Enrgieeffizienz Agentur „Keea“ und Volker Zarges vom Baustoffmarkt Balzer geben daher Tipps, wie Hausbesitzer schon mit kleinen Sanierungsarbeiten eine große Wirkung erzielen können - nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch für den eigenen Geldbeutel.

„Es gibt viele Möglichkeiten, was Hausbesitzer machen können, um ihr Haus zu dämmen“, erklärte Heß. Daher sollte sich jeder Gedanken machen, auch wenn eine Dämmung nicht ganz billig sei - aber sie spare Energie, steigere den Wert der Immobilie und vor allen Dingen die Wohnqualität. Laut Pöhler ist es erwiesen, dass in einem gedämmten Haus die Wände mehr Wärme abstrahlen und keine Luft mehr nach draußen zieht. Dadurch wirkt das Haus wärmer als ein ungedämmtes Haus bei gleicher Zimmertemperatur.

Zarges erklärte, dass bei Dämmungen am eigenen Haus neben Handwerkern vor allem ein Energieberater ins Boot geholt werden sollte. Der kennt nicht nur Fördermöglichkeiten und das seit 1. März aufgelegte Kreditprogramm der KfW, sondern findet individuelle Lösungen für das jeweilige Haus. „Jedes Gebäude hat eine andere Struktur und jeder Hausbesitzer ein anderes Portemonnaie“, sagte Zarges. Ein Energieberater helfe bei der Auswahl, welche energetische Sanierung bei den eigenen finanziellen Möglichkeiten am effektivsten sei. Pöhler erklärt, dass beispielsweise eine Styroporschicht unter der Kellerdecke schon eine große Wirkung habe und nicht viel Geld koste. Energieeinsparungen im zweistelligen Prozentbereich stellt Zarges in Aussicht, wenn allein die oberste Geschossdecke isoliert werde. „Das ganze Haus einpacken bringt natürlich mehr, aber Dach und Keller dämmen lässt sich schnell umsetzen und ist nicht so teuer.“ Viele Menschen können oder wollen laut Pöhler ihr Haus schließlich nicht einpacken, weil dann die Fassade verschwindet. Handwerker sollten laut Zarges engagiert werden, weil gerade im Altbau spezielle Detaillösungen notwendig seien.

Um Wärmedämmung am eigenen Haus geht es auch am Montag, 18. März, bei der Auftaktveranstaltung zum integrierten Klimaschutzkonzept in Frankenberg. Fachleute geben den Besuchern in der Ederberglandhalle ab 19 Uhr Tipps, wie sie ihr Haus dämmen oder Strom sparen können. Die Handwerker Udo Schmidt und Thomas Ernst halten Vorträge, der Schreufaer Werner Böhle erzählt, wie er sein Haus umfangreich von der Heizung bis zur Außenwand hat dämmen lassen. „Hoffentlich ist das ein Anreiz für andere Bürger“, sagte Pöhler. Die Organisatoren der Veranstaltung wollen laut Pöhler die Menschen motivieren und Lösungen zeigen, um damit vielleicht viele kleine Projekte in Frankenberg anzustoßen. „Denn in der Stadt liegt die Hälfte des Energieverbrauchs im Bereich des Wohnens.“

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