Geldstrafe: Arzt wegen Insolvenzverschleppung verurteilt

Marburg/Frankenberg. Mediziner muss jetzt zahlen: Das Marburger Landgericht hat einen 41-jährigen Arzt wegen Insolvenzverschleppung zu einer Geldstrafe verurteilt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf aus Gefälligkeit als Strohmann zwischen 2006 und November 2007 die Geschäftsführung einer inzwischen nicht mehr existierenden Baufirma aus dem Frankenberger Land übernommen hatte, sich aber nicht um die Unternehmensführung kümmerte.

Die tatsächliche Leitung habe die Tochter des verstorbenen Firmengründers ausgeübt, berichtete der Angeklagte vor Gericht. Aus rechtlichen Gründen habe sie sich jedoch nicht als Geschäftsführerin eintragen lassen können. Laut Anklage überstiegen die Verbindlichkeiten seit März 2007 bereits die Einnahmen.

Insolvenzantrag sei jedoch erst ein Jahr später gestellt worden. Mangels Masse habe das Landgericht Marburg die Insolvenzeröffnung abgelehnt. Dem Angeklagten sei die finanzielle Situation bewusst gewesen, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

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Quelle: HNA

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