Burgwald verschenkt Hochzeitsbäume: Familie pflegt ihren seit 20 Jahren

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Kunstgerecht zurückgeschnitten und als Spätblüher noch kahl, aber man sieht schon die dicken Knospen: Familie Tschirner und ihr Hochzeits-Boskop haben die Jahre gut überstanden. Mario und Heidi Tschirner und die Söhne Phil (oben) und Jonas freuen sich schon auf die Früchte. Foto: Pschera

Birkenbringhausen. Seit 20 Jahren schenkt die Gemeinde Burgwald Obstbaum-Setzlinge an Paare, die in der Gemeinde geheiratet haben. Mario und Heidi Tschirner gehörten zu den ersten Paaren, die einen solchen Baum bekamen. Ihr Boskop wächst und gedeiht auch nach 20 Jahren.

Im Vorgarten lagern Baumaterialien. An der Haustür zwei Klingeln: „Heidi und Mario Tschirner“ steht an der unteren. Oben: „Jonas und Phil“. „Ja, die Jungs sind groß geworden. Der Jonas ist 15 und größer als ich“, staunt Mutter Heidi Tschirner selber ein wenig. Weil bei Jonas der Mopedführerschein ansteht und auch Platz für die Fahrräder gebraucht wird, ist die Familie dabei, aus der Einzel- eine Doppelgarage zu machen.

„Wir vergrößern uns immer noch, dabei ist abzusehen, dass wir irgendwann zu zweit hier sitzen“, sagt Heidi Tschirner. Jonas beendet dieses Jahr die Realschule und hat schon einen Ausbildungsplatz als Mechatroniker für Kältetechnik. „Wenn er dann den Blockunterricht besucht, ist er schon mal außer Haus.“ Der fast 13-Jährige Phil besucht die 6. Realschulklasse in Battenberg. Was ihn interessiert? „Lego, Lego, Lego“ schmunzelt seine Mutter. Er möchte sich später gern als Produkt-Designer verwirklichen.

Heidi Tschirner sucht den Zeitungsartikel heraus, den die HNA vor zehn Jahren über ihren Hochzeitsbaum schrieb. – also zehn Jahre, nachdem das Paar ihn 1994 von der Gemeinde erhalten hatte. „Was die Kinder da noch klein waren!“ , sagt sie. „Und der Baum auch. Eigentlich sollte unser Hochzeitsbaum eine Kirsche werden, aber die waren damals aus. Da haben wir einen Boskop genommen.“

Wie sich das Bäumchen weiter entwickelte, lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Karin Pschera

Quelle: HNA

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