Korbach

Gemeinde reagiert auf Kritik der Eltern

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- Haina/Kloster (apa). Neue Preise, neue Gruppen, neues Konzept: Nach Kritik der Eltern hat die Gemeinde Haina den Entwurf des neuen Kindergartenkonzepts noch einmal überarbeitet. Die Entscheidung darüber fällt am Donnerstagabend im Parlament.

Am Montagabend beriet der Haupt- und Finanzausschuss über das veränderte Konzept. Nicht nur baulich verändern sich die beiden Kindergärten der Gemeinde Haina, sondern auch inhaltlich: Über Monate haben Mitarbeiter der Verwaltung, allen voran Carsten Buch, und die Leiterin der Löhlbacher Kindertagesstätte, Sabine Ritte, eine neue Kindergartenkonzeption erarbeitet, die nicht nur in beiden Einrichtungen greifen soll, sondern die Kindergärten in Haina und Löhlbach auch enger miteinander verknüpft.

Auf die erste Version des Konzeptes, die im Februar vorgelegt wurde, reagierten einige Eltern alles andere als begeistert: Vor allem die Neuordnung der Gebühren ärgerte viele. Im ersten Entwurf war vorgesehen, dass die Halbtagsbetreuung mit Mittagessen 120 Euro im Monat kostet. Die Ganztagsbetreuung war mit 170 Euro angesetzt. Für Kinder unter drei Jahren sollten die Beitragssätze noch einmal 20 Euro teurer sein.Das wäre ein großer Sprung gewesen: Bis dato kostet ein Kindergartenplatz 90 Euro. Ob die Kinder halbtags oder ganztags betreut werden, spielt dabei keine Rolle. Dies wird sich ändern, falls die Gemeindevertreter dem überarbeiteten Konzept am Donnerstag ihr Votum geben: Wer sein Kind den ganzen Tag im Kindergarten lässt, muss künftig auch mehr bezahlen als Eltern, die ihr Kind mittags abholen.

Unglücklich waren einige Mütter und Väter auch mit einer Idee, die von den Kommunalpolitikern sehr gelobt wurde: Jedes Kind sollte grundsätzlich im Kindergarten ein warmes Mittagessen bekommen. Diese Vorgabe wurde gestrichen. In zwei Elternabenden und mit einem Fragebogen ermittelten die Kindergärten und die Gemeinde, welche Angebote die Eltern sich wünschen und welche Öffnungszeiten sie tatsächlich nutzen würden.

Daraufhin hat die Gemeinde verschiedene Änderungen in den Entwurf eingearbeitet: Die Gebühren werden gestaffelt nach Betreuungsdauer und Alter der Kinder. Für Geschwisterkinder gelten niedrigere Beitragssätze. Außerdem gibt es künftig die Möglichkeit einer Nachmittagsbetreuung gegen Aufpreis auch für Kinder, die normalerweise nur halbtags in den Kindergarten gehen, und das vorgesehene obligatorische Mittagessen fällt weg.

Außerdem wird die Öffnungszeit auf 7 bis 16 Uhr (statt 17 Uhr) festgelegt. Allerdings prophezeite Backhaus, dass voraussichtlich „nur eine Handvoll“ Eltern ihre Kinder zur Ganztagsbetreuung anmelden würden. „Gefragt ist vor allem Flexibilität“, sagte der Rathauschef.Die öffentliche Sitzung der Gemeindevertreterversammlung findet am Donnerstag, 30. Juni, in der Alten Schule in Battenhausen statt. Beginn ist um 20 Uhr.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 29.Juni

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