Frankenberg

Gemeindehaus soll abgerissen werden

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- Frankenberg (jos). „Schmerzhafte, aber unvermeidbare Veränderungen stehen an“, lautete Pfarrer Christoph Holland-Letz‘ Fazit nach einem Informationsabend der evangelischen Kirchengemeinde am Donnerstag im Gemeindehaus am Hinstürz, das vermutlich schon im nächsten Jahr abgerissen wird.

Bei einer ersten Gemeindeversammlung zur Zukunft der kirchlichen Gebäude in Frankenberg waren Anfang des Jahres noch zahlreiche Menschen gekommen – um ihren Unmut über den geplanten Abriss am Hinstürz zum Ausdruck zu bringen, sich über den baulichen Zustand des Gemeindehauses zu informieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Am Donnerstag kamen gerade mal zehn Besucher zu der Infoveranstaltung, zu der Pfarrer Christoph Holland-Letz eingeladen hatte – inklusive Dekanin Petra Hegmann, Pfarrer Horst Schiffner und Pfarrerin Felicita Wickert. Allerdings gab es wie zu erwarten war auch keine großen Überraschungen. Denn es bleibt dabei: Das Gemeindehaus am Hinstürz soll nach den Plänen des Kirchenvorstands abgerissen werden. An dessen Stelle soll ein neues Pfarrhaus entstehen mit einem kleinen Gemeindesaal im Erdgeschoss.

Das bestehende Pfarrhaus, das zuletzt Pfarrer Wilhelm Steen­eker bewohnt hatte, will die Kirchengemeinde samt Grundstück verkaufen und erhofft sich dafür einen Erlös von 120 000 bis 150 000 Euro. Weil das große Wohnhaus stark sanierungsbedürftig ist, geht der Kirchenvorstand davon aus, dass die Kombination aus Verkauf und Neubau nur unwesentlich teurer wird als eine Renovierung des derzeit nicht bewohnten Hauses.

Während eine Besucherin Zweifel an dieser Rechnung äußerte, stärkte ein anderer Teilnehmer des Infoabends Pfarrer Christoph Holland-Letz den Rücken und verteidigte die Argumentation des Kirchenvorstandes: Das alte Pfarrhaus sei in der Raumaufteilung nicht zeitgemäß und viel zu groß, weil es seinerzeit für einen Pfarrer gebaut worden war, der sechs Kinder hatte.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 03. September.

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