Frankenberg

Gemeinsam für neues Gemeindehaus

- In drei Wochen wird das neue Jugend- und Gemeindezentrum der Evangelischen Gemeinschaften eingeweiht. Viele packen mit an, damit das Haus bis dahin fertig ist.

Frankenberg. Vor zwei Jahren um diese Zeit sah es in der Ruhrstraße 23 noch ganz anders aus, seitdem hat sich viel getan: Die alte Halle auf dem ehemaligen Gelände des Hessen-Forst ist abgerissen und durch ein großes, lichtdurchflutetes Gebäude ersetzt: Das Gemeinde- und Jugendzentrum der Evangelischen Gemeinschaften im Frankenberger Land (siehe Stichwort) hat klare Formen angenommen. Dazu, die im April 2008 vorgestellten Pläne auch umzusetzen, haben nicht nur mehr als zehn Handwerker-Firmen aus der Region beigetragen, sondern in besonderem Maße auch die Mitglieder der Gemeinschaften: Eigenleistungen im Wert von 200 000 Euro einzubringen, hatten sie sich bei der Planung vorgenommen. „Die haben wir schon überschritten“, erklärt Vorstandssprecher Stephan Krummel am Samstag gegenüber der Frankenberger Zeitung. Und das Zentrum ist noch nicht fertig: Damit bis zur Festwoche, die von 1. bis 9. Mai stattfindet (siehe Kasten), alles für die Einweihung tiptop ist, legen derzeit samstags 15 bis 40 Mitglieder im Alter zwischen sieben und 77 Jahren Hand an, bringen ihre Kenntnisse und Gaben ein, wie Krummel es formuliert. Auch in der Woche arbeiten Helfer, die sich eigens Urlaub genommen haben, erklärt Krummel: „Jeder hilft, wie er kann“. Und dafür, dass alles Hand in Hand geht, sorgt Bauleiter Heinz Viehmeyer. Das Haus, in dem einst die Forstverwaltung saß, haben sie stehen gelassen, um eine Etage aufgestockt und mit dem Neubau verbunden, in dem Gemeindesaal, Foyer und Kirchencafé Platz finden. Viel Glas, Holz und hohe Räume schaffen eine helle, lichtdurchflutete Atmosphäre. Zur Ruhrstraße hin entsteht ein Vorplatz mit Eingang. Insgesamt sollen in dem neuen Gemeindezentrum schon bald bis zu 250 Menschen gemeinsame Gottesdienste feiern können – das war bislang nicht möglich. Gut zehn Jahre lang suchten die Evangelischen Gemeinschaften nach einem geeigneten Objekt, bis sie das Gelände in der Ruhrstraße erstanden. Im Keller des ehemaligen Forstverwaltungsgebäudes wurden Fenster eingebaut, entstanden Sanitäranlagen und drei Gruppenräume. Weitere Räume sowie das Pfarrbüro, in dem Pastor Michael Paulus und Jugendreferent Daniel Bäumner Platz finden, werden gerade im Erdgeschoss hergerichtet und die neue Etage, die auf das ehemalige Verwaltungsgebäude aufgesetzt wurden, wird den Jugendlichen gehören. Ein heller Raum für Jugendgottesdienste und Treffen wurde geschaffen. Durch ein Foyer wird der Alt- mit dem Neubau verbunden, in dem sich das Herzstück des neuen Gemeindezentrums befindet: Ein großer Saal mit Bühne und Altarraum sowie zwei Nebenräumen. Auf der Nordseite des Foyers nimmt das Kirchencafé Gestalt an, daran soll sich schließt sich die Küche im Altbau anschließen. Über dem Foyer schwebt ein Eltern-Kind-Raum: Dort können Eltern mit Kleinkindern während der Gottesdienste Platz finden, wobei sie durch große Glasfenster den Saal und das Rednerpult sehen und dem Gottesdienst über Lautsprecher folgen können. Insgesamt gibt es in dem neuen Gemeindezentrum eine bebaute Fläche von 900 Quadratmetern. Außerdem steht auf der Nordseite des Geländes noch eine offene Halle, vor der gerade eine Terrasse angelegt wird (Foto), die sich für Feste eignet. Hinter der Halle wiederum soll ein kleines Sportfeld Platz finden, erklärt Krummel. Die Investitionen waren 2008 mit insgesamt 600 000 Euro beziffert worden. „97 Prozent der Kosten werden durch private Spenden finanziert“, erklärt Krummel, rund drei Prozent kommen aus der Kasse des Landkreis Waldeck-Frankenberg. Außerdem wird das bisherige Gemeindehaus in der Rodenbacher Straße noch verkauft. Wichtig ist derzeit für die Mitglieder der Evangelischen Gemeinschaften doch vor allem eines: Das Gemeindezentrum rechtzeitig bis zur Eröffnungswoche (siehe Kasten) in Glanz erstrahlen zu lassen.

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