Wiesenfeld

Gemeinsame Tradition ist Grundlage

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- Burgwald-Wiesenfeld (vk). Die freie evangelische Gemeinden Birkenbringhausen, Ernsthausen und Wiesenfeld haben sich zusammengeschlossen. Die drei Gemeindehäuser in den Dörfern sollen auch weiterhin bestehen bleiben und werden durch Spenden und Eigenleistung finanziert.

Durch Beschluss ihrer Mitgliederversammlung haben sich zu Jahresbeginn die drei selbstständigen Freien evangelischen Gemeinden zur „Freien evangelischen Gemeinde Burgwald“ zusammengeschlossen. „Diese Fusion erfolgte nicht aus finanziellen Gründen, sondern freiwillig“, betont Gerhard Beaupain (Wiesenfeld), Sprecher der Gemeindeältesten, und verweist dabei auf die bereits seit Jahrzehnten bestehende Tradition gemeinsamer Gottesdienste und Abendmahlsfeiern, die in den Gemeindehäusern der drei Orte reihum stattfanden.

Erste Überlegungen für einen Zusammenschluss der Freien evangelischen Gemeinde Wiesenfeld mit den Nachbargemeinden Ernsthausen und Frankenberg gab es schon vor zehn Jahren. Damals dachte man an ein Gemeindezentrum in Frankenberg, doch das Vorhaben scheiterte bisher an einem geeigneten Baugrundstück und den Kosten, die mit etwa 1,5 Millionen Euro veranschlagt wurden. Deshalb hat die Freie Gemeinde Wiesenfeld 2005 in eigener Zuständigkeit ihr Gemeindehaus erweitert und grundlegend saniert. Seitdem gibt es dort ein großzügiges Raumangebot für Gottesdienste, gleichzeitig für Kindergottesdienste, Jugendarbeit und Frauenstunden.

Mit der Gemeinde Birkenbringhausen fanden schon immer, mit Ernsthausen in den Folgejahren gelegentlich und ab 2010 regelmäßig gemeinsame Gottesdienste statt. „Das gute und gedeihliche Miteinander führte dazu, dass alle drei Mitgliederversammlungen die Beschlüsse fassten, ab 1. Januar 2011 eine Gesamtgemeinde Burgwald zu bilden“, berichtet Gemeindeältester Heinrich Funk (Ernsthausen). Die drei vorhandenen Gemeindehäuser, wo an den Wochentagen weiterhin Veranstaltungen stattfinden, bleiben im Eigentum der Gesamtgemeinde und werden weiter finanziert – mit erheblicher Eigenleistung: „Alle Freien evangelischen Gemeinden in Deutschland tragen ihre Angelegenheiten in eigener Zuständigkeit und erhalten ihre Mittel durch freiwillige Spenden ihrer Mitglieder“, erläutert Gerhard Beaupain.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 19. März.

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