Parlament will Kosten senken - Kreis droht mit Konsequenzen

Gemünden: Abwasser-Gebühr doch nicht erhöht

Gemünden. Die Gemündener Bürger müssen vorerst nicht mehr Geld für die Abwasser-Entsorgung bezahlen. Das Parlament gab eine vom Magistrat vorgeschlagene Gebühren-Erhöhung zurück an den Magistrat.

Der soll nun prüfen, ob die Stadt nicht doch Kosten bei der Abwasser-Entsorgung senken kann, bevor die Bürger stärker zur Kasse gebeten werden müssen.

„Es wäre ein fatales Signal für die Bürger, wenn wir die Gebühren erhöhen würden, ohne zu versuchen, etwas an den Kosten zu machen“, sagte Matthias Müller (CDU). Man dürfe den Bürgern aber nicht verschweigen, dass die Erhöhung nötig sei, entgegnete Hans-Hermann Faust (Bürgerliste).

Bürgermeister Frank Gleim erklärte, dass die Stadtverwaltung bereits nach Einsparungen gesucht habe, dass Kosten-Senkungen durch interkommunale Zusammenarbeit oder Automatisierung in der Abwasser-Entsorgung aber erst mittel- und langfristig wirksam würden.

Der Kreis hatte von der Stadt verlangt, die Gebühren zu erhöhen, um den Haushalt auszugleichen. Zum 1. April hatte Gemünden deshalb bereits die Müllgebühren angehoben. „Wir müssen dem Kreis nach der Sommerpause ein Resultat vorlegen, sonst wird das sicher Konsequenzen haben“, sagte Gleim. Gemünden könne dann zum Beispiel keine Kredite für Investitionen mehr bekommen. (jpa)

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Quelle: HNA

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