Parlament entscheidet sich für Touristische Arbeitsgemeinschaft – Zukunft aber offen

Gemünden bleibt in TAG

Iris

Gemünden. Die Gemündener Stadtverordneten haben sich einstimmig für einen Verbleib der Stadt in der Touristischen Arbeitsgemeinschaft (TAG) Burgwald ausgesprochen. „Das ist für uns im Moment die einzige Alternative“, sagte Iris Ritter, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, der sich mit dem Thema beschäftigt hatte.

Wie berichtet, läuft der Vertrag der Kommunen Burgwald, Rosenthal, Gemünden, Münchhausen, Wetter, Lahntal, Cölbe, Kirchhain, Rauschenberg und Wohratal zur Finanzierung der Tourismus-Stelle im Mai 2012 aus. Sollten nicht genug Mitglieder dabeibleiben, droht der TAG das Aus.

Die Gemeinde Lahntal und Gemündens Nachbargemeinde Wohratal haben sich bereits für ein Ende ihrer Mitgliedschaft entschieden. In vielen anderen Kommunen steht die Entscheidung noch aus, berichtete Kai-Uwe Spanka als Vorsitzender der Region Burgwald-Ederbergland gestern auf HNA-Nachfrage.

Burgwald hat das Thema am kommenden Freitag auf der Tagesordnung, Münchhausen und Rauschenberg entscheiden sich im Februar. Kirchhain hat seinen Mitgliedsbeitrag für die TAG für den Haushalt 2012 eingeplant, wird also wohl dabei bleiben. In Rosenthal hat Bürgermeister Hans Waßmuth das Thema zwar schon angesprochen, beraten und entschieden wurde es vom Parlament aber noch nicht.

„Wir wollen die TAG auf jeden Fall weiterführen“, sagt Spanka in seiner Funktion als Bürgermeister der Stadt Wetter. Ob und wie es weitergeht, könne er noch nicht sagen, man gehe aber alle möglichen Szenarien durch. „Wir überlegen, mit welchen Mitteln wir die TAG am Leben halten können.“

Stadt zahlt 4134 Euro

Die Kosten für die Tourismusstelle liegen bei 48 000 Euro pro Jahr, die Stadt Gemünden zahlt einen Anteil von 4134 Euro. Der Austritt von ein, zwei Kommunen könne  finanziell aufgefangen werden,  bei  drei  bis vier stünde die TAG vor dem Aus, berichtete Iris Ritter nach einem TAG-Treffen. Der Gemündener Ausschuss kritisiere, dass sich die eigentlichen Nutznießer in der Region nicht an der Finanzierung beteiligten. Er wünsche sich mehr Initiative direkt für Gemünden.

Dennoch sprachen sich am Freitagabend alle Fraktionen für den Verbleib in der TAG aus, auch wegen wirtschaftlicher Vorteile, wie Manfred Fackiner (Bürgerliste) sagte. „Wir als Kommune könnten diese Aufgabe selbst nicht leisten“, meinte auch Keith Möbus (SPD). „Und wenn wir diese Leistung selbst in der Stadtverwaltung erbringen würden, würden wir nicht billiger wegkommen“, sagte Matthias Lückel (CDU).

Gespräche mit Landkreis

Kai-Uwe Spanka berichtete, die TAG führe derzeit Gespräche mit der Tour GmbH Marburg und dem Landkreis Waldeck-Frankenberg. „Ich persönlich hätte kein Problem, wenn sich die Arbeitsgemeinschaft in Richtung Waldeck-Frankenberg orientiert. Erstmal wollen wir aber versuchen, die bisherige Variante zu halten“, sagte er.

Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

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