In Gemünden steht die Erhöhung des Wasserpreises an

Trinkwasser: Die Anhebung der Wassergebühr steht in Gemünden bevor. Foto:s dpa

Gemünden. In Gemünden und im Wasserleitungszweckverband Bunstruth wird über die Anhebung des Wasserpreises beraten. Dass die Einwohner der Stadt Gemünden mit einem höherem Wasserpreis rechnen müssen, ist schon seit längerem klar. Denn mit nur 1,70 Euro pro Kubikmeter ist die Gebühr nicht kostendeckend - wie es die Kommunalaufsicht aber fordert.

Eine Neuregelung muss her. Wie die aussehen könnte und wie mehr Geld in die Kasse sprudeln könnte, darüber wurde jetzt im Wasserleitungszweckverband Gemünden/Bunstruth beraten.

Der Zweckverband versorgt die Kernstadt Gemünden und die Stadtteile Sehlen und Grüsen sowie die Hainaer Ortsteile Bockendorf und Halgehausen mit Trinkwasser. Die Gemündener Stadtteile Herbelhausen, Schiffelbach und Lehnhausen bekommen ihr Trinkwasser von der Stadt direkt geliefert.

Der Zweckverband erhebt derzeit eine Gebühr von 1,70 Euro, erläutert Gemündens Bürgermeister Frank Gleim auf HNA-Anfrage. Der Verband müsste die Gebühr um 42 Cent anheben, um selbst kostendeckend zu sein. Denn auch er ist verpflichtet, Defizite zu vermeiden.

Aufgabe an Dritten vergeben 

Es ginge aber auch günstiger: Wenn der Verband die Betriebsführung an einen Dritten abgeben würde. Ein Angebot eines Unternehmens liegt schon vor. Würde es angenommen, müsste die Gebühr nur um 20 Cent steigen - auf 1,90 Euro. Die beiden Mitarbeiter des Zweckverbandes müssten nicht arbeitslos werden. Im Bauhof der Stadt sind 2015 zwei Stellen frei, sagt Bürgermeister Gleim.

Doch es gibt noch ein anderes Problem: Die Stadt will, wie bisher, eine einheitliche Wassergebühr in allen Stadtteilen anbieten. Die Versorgung der kleinen Stadtteile Herbelhausen, Schiffelbach und Lehnhausen ist aufwendiger. Um alle Kosten für deren Versorgung weiterzugeben, müssten diese Einwohner 3,68 Euro pro Kubikmeter zahlen - statt dann 1,90 Euro in den anderen Stadtteilen.

„Das geht nicht, das wäre unfair und würde sicherlich auch keine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung finden“, sagt der Bürgermeister. Deshalb soll nun folgende Lösung geprüft werden: Der Wasserverband liefert künftig das Wasser nicht mehr direkt an die Verbraucher, sondern an die Stadt. Die kümmert sich dann um die Abrechnung. Sie könnte alle Kosten zusammenrechnen und hätte somit eine Kalkulationsgrundlage für einen einheitlichen Wasserpreis für alle Verbraucher der Stadt Gemünden. Dabei käme laut Gleim eine einheitliche Erhöhung von 1,70 auf 2,25 Euro heraus.(mab)

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Quelle: HNA

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