Tag der Astronomie am 24. März

Gemündener Kita-Kinder entdecken den Sternenhimmel

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Mit fachmännischem Blick: Die Kita-Kinder mit Matthias Jäger von den Frankenberger Sternguckern und Rainer Hampel von der Sternwarte Gemünden warfen noch einen Blick in das Baader-Planetarium als im Hintergrund schon aufgeräumt wird.

Gemünden. Anlässlich des bundesweiten Astronomietags und um Kindern die Sterne näher zu bringen, fand jetzt ein Sternenguckertag in der Cornelia-Funke-Schule in Gemünden statt. 

Draußen scheint die Sonne und trotzdem ist es im Physikraum der Cornelia-Funke-Schule in Gemünden stockdunkel. Gebannt starren 17 Kitakinder (und einige Erwachsene) an die Decke und dann passiert es: „Da war eine Sternschnuppe!“, rufen die Kinder. Und nicht nur eine, denn an diesem Tag projizieren Rainer Hampel von der Sternwarte Gemünden und Matthias Jäger von den Sternguckern Frankenberg mithilfe eines Beamers den Sternenhimmel an die Decke.

Astronomie: Schattendasein in der deutschen Bildung

Das Pilotprojekt, an dem die Vier- bis Sechsjährigen der Evangelischen Kita und der Kita Wolkenland teilnehmen, ist für Rainer Hampel eine Herzensangelegenheit. „Grundsätzlich ist zu beobachten, dass die Astronomie ein Schattendasein in der deutschen Bildung fristet. Daher ist es nicht verkehrt, dieses Thema schon unseren Kleinen in der Kita bekannt zu machen“, erklärt Hampel. Drei Monate haben die Vorbereitungen des Hobbyastronomen gedauert. „Es war zum Beispiel gar nicht so leicht, einen Raum zu finden, den man komplett abdunkeln kann“, sagt Jäger.

Wollen Sternbilder beobachten: Die Kinder der Evangelische Kindertagesstätte Gemünden haben zu Anfang schon mal die richtige Position eingenommen, um an die Decke zu schauen.

So sollen sie erst einmal die Sterne am projizierten Himmel zählen. Das ist gar nicht so einfach: Schätzungen reichen von „1000“ bis „unendlich“. Und beides ist ziemlich nah dran, erklärt Jäger mit einem Schmunzeln. Denn wenn man ohne Hilfsmittel wie Teleskope in den Himmel schaue, könnte man etwa 3000 Sterne erkennen. Grundsätzlich sei das unendlich aber etwas näher dran an dem, was ungesehen im Universum existiere. Das auch die berühmten Kinderromanfiguren Frederick und Piggeldy so ihre Mühe mit dem Sternezählen haben, zeigt ein Film im Anschluss.

Der Unterschied zwischen Astrologie und Astronomie

Außerdem wird erklärt, wie Astrologie und Astronomie zusammenhängen und was sie unterscheidet. Und die Kinder beobachten, wie Sternbilder wie Giraffe, Einhorn und Schlange über den Nachthimmel wandern. Zum großen und Kleinen Bär gab es auch eine Geschichte zu hören. Denn der Bär ist eigentlich eine Bärin mit Namen Kallisto. Sie und ihren Sohn Arkas hatte der griechische Gott Zeus in Bären am Himmelszelt verankert, um sie vor der Eifersucht seiner Gattin Hera zu schützen. Die langen Schwänze der beiden Sternbilder seien dadurch entstanden, dass Zeus sie am Schwanz ergriff und sie daran gen Himmelszelt warf.

Den Kindern schien die Show zu gefallen: „Schön“ war es. Da waren sich zumindest die beiden Kita-Kinder Leni und Laureen am Ende einig.

Sterne bestaunen in Gemünden und Frankenberg

Wer in Gemünden Sterne bestaunen will, kann das bei gutem Wetter in Rainer Hampels Sternwarte auf dem Gänseberg tun, Telefonnummer 06453/911808.

Zum bundesweiten Astronomie-Tag am Samstag, 24. März, bieten die Sterngucker Frankenberg die Gelegenheit, den Himmel kennenzulernen. Die Beobachtung der Sonne beginnt um 11 Uhr auf dem Parkdeck des Einkaufszentrums Frankenberger Tor an der Röddenauer Straße. Mit speziell ausgerüsteten Fernrohren sei der Blick zur Sonne völlig ungefährlich, heißt es in einer Ankündigung. 

Der Beobachtungsabend startet bei trockenem Wetter um 19 Uhr auf dem Parkplatz des Geoparks am Rodenbacher Kreisel am Ortsrand von Frankenberg. Zunächst wird der Halbmond im Mittelpunkt stehen. Mit den Fernrohren können Sterne vom Embryo- bis zum Greisenalter beobachtet werden. Infos bei den Sternguckern unter Telefonnummer 06451/22072. 

Quelle: HNA

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