Gemündener Medizintechnik-Hersteller Activaero für 130 Mio. verkauft

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Standort Gemünden: Das von Gerhard Scheuch gegründete Unternehmen Activaero gehört nun der britischen Firma Vectura, die sich ebenfalls auf die Behandlung von Atemwegserkrankungen spezialisiert hat.

Gemünden. Die Gemündener Firma Activaero ist für 130 Millionen Euro an die britische Firmengruppe Vectura verkauft worden. Das gab der Firmenchef und Gründer des Medizintechnik-Herstellers Dr. Gerhard Scheuch bekannt.

„Vectura befindet sich in einer ausgezeichneten Position, um unsere Firma voranzubringen“, sagt Scheuch. „Partnerunternehmen und Patienten werden von der neuen Organisation profitieren. Sie wird es uns ermöglichen, unsere Kunden noch besser zu betreuen, indem wir ihnen künftig ein größeres Spektrum an therapeutischen Angeboten und Dienstleistungen bieten.“

Activaero entwickelt Produkte zur Behandlung schwerer Atemwegserkrankungen wie Asthma, chronische Lungenerkrankungen, Mukoviszidose, Lungenhochdruck, Grippe und Lungenfibrose. Die Firma hat unter anderem ein Inhalationsgerät erfunden, das bei schwerem Asthma eingesetzt wird. Es ermöglicht mittels einer ebenfalls von Activaero entwickelten Technologie eine bessere und gezielte Inhalation des Arzneistoffes Budesonid in die Lunge.

Dieses Gesamtprodukt, das deutschlandweit ab 2015 und EU-weit ab 2017 auf den Markt kommen soll, will sich der Käufer nun zunutze machen. „Wir wollen unsere Pharma-sparte erweitern und uns als Spezialist auf dem Gebiet der Behandlung von Atemwegserkrankungen etablieren“, sagt Vectura-Firmenchef Dr. Chris Blackwell. Scheuch ist überzeugt, dass durch die neue Geschäfts-Organisation die Technologie von Activaero künftig stark vertrieben und weiterentwickelt werden kann.

Die Gemündener Firma, die auch einen Standort in Gauting bei München hat, wird künftig unter dem Namen Vectura laufen. Scheuch wird eine verantwortliche Position einnehmen und sich wieder mehr der Forschung widmen. Alle 50 Arbeitsplätze sowohl in Gemünden als auch in Gauting werden laut Scheuch dort erhalten bleiben.

Von Philipp Daum

Quelle: HNA

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