Nur ein Drittel der Anlage soll übernommen werden

Genossenschaft will Laisaer Solarpark übernehmen: 850.000 Euro fehlen

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Der Solarpark Laisa von oben: Die Bürger-Energiegenossenschaft Ederbergland wird nur den linken Teil (Foto) der Anlage betreiben, der etwa ein Drittel ausmacht. Der rechte Teil mit zwei Dritteln bleibt beim Investor Krug Energie aus Briedenbach. Das Foto stammt noch von den Bauarbeiten, die mittlerweile abgeschlossen sind. Der Solarpark soll bald ans Netz gehen.

Laisa. Nach der Fertigstellung des Solarparks Laisa fehlen der Bürger-Energiegenossenschaft Ederbergland 850.000 Euro Eigenkapital. Sie wird allerdings nur ein Drittel der Anlage von der Firma Krug Energie übernehmen, die das 2,8 Mio. Euro teure Projekt finanziert hat.

Mit den bisherigen 50 Mitgliedern und ihren Einlagen von zusammen 80.000 Euro würde die Begeb nicht weit kommen. 200 Euro kostet ein Mitgliedsanteil an der Genossenschaft, maximal 250 Anteile - also 50.000 Euro - sind pro Mitglied möglich. Würden sich alle Mitglieder mit fünf Anteilen für 1000 Euro beteiligen, bräuchte die Begeb 936 Mitglieder, um den Kaufpreis von 936.000 Euro für die Übernahme des Solarparks aufzubringen.

Ein wenig überrascht waren einige der nur 30 Gäste am Donnerstagabend im DGH Laisa, dass die Firma Krug Energie aus Breidenbach zwei Drittel des Solarparks selbst behält und die Begeb nur das andere Drittel betreiben wird. „Ohne Krug hätten wir das Projekt nicht rechtzeitig realisieren können“, sagte Andreas Steffen vom Begeb-Vorstand.

Der Solarpark musste nämlich bis Ende Juli betriebsbereit sein, um von der alten, lukrativeren Einspeisevergütung zu profitieren, die bei 8,92 Cent pro Kilowattstunde liegt. Der Investor hatte deshalb den Bau und die Grundstücke für das 2,8 Millionen Euro teure Projekt bezahlt. „Krug hat es erst möglich gemacht, dass die Begeb arbeiten kann“, sagte Vorstandsvorsitzender Günter Jakobi.

Die beiden Park-Anteil würden technisch, in der Einspeisung und der Abrechnung getrennt, das sei im Kooperationsvertrag mit Krug vereinbart. Nach der Übernahme habe die Genossenschaft „volles Bestimmungsrecht“ über ihr Park-Drittel. Die Anlage gemeinsam zu betreiben, sei rechtlich nicht möglich, weil die Begeb dann als Kapitalgesellschaft fungieren würde. (jpa)

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Quelle: HNA

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