936.000 Euro für Übernahme benötigt

Genossenschaft wirbt für Beteiligung am Laisaer Solarpark

Die Bürgerenergiegenossenschaft Ederbergland will rund einen Drittel, den linken Bereich, des Solarparks in Laisa übernehmen. Dafür werden Mitglieder gesucht, die sich mit Anteilen an der Genossenschaft beteiligen.Foto: pr

Battenberg-Laisa - Der Solarpark bei Laisa soll nur der Anfang sein. Die Bürgerenergiegenossenschaft Ederbergland (Begeb) hat langfristige Ziele. Doch zunächst werden Mitglieder und Geld gebraucht, um ein Drittel der Anlage überhaupt übernehmen zu können.

Das Ziel der Begeb ist klar: 936000 Euro müssen aufgebracht werden, um das Nutzungsrecht für etwa ein Drittel des Laisaer Solarparks zu übernehmen. Derzeit liegt dieses noch beim Kooperationspartner, der Firma Krug Immobilien. Diese hat das 2,8 Millionen Euro teure Projekt finanziert und betreibt den größeren Teil des Parks.

Das Geld für die Übernahme soll durch die Genossenschaftsmitglieder in die Kasse kommen, die sich mit Anteilen beteiligen können. Derzeit gehören der Genossenschaft etwa 50 Mitglieder mit Anteilen von insgesamt 80000 Euro an. Der Großteil des Geldes muss also erst noch aufgebracht werden.

Doch die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsvorsitzenden sind optimistisch gestimmt, bis Ende des Jahres oder spätestens Mitte 2015 die notwendige Summe zusammenzubekommen. Als Vorbild dient der Solarpark bei Oberasphe. An diesem dürfen sich nur Bürger aus der Gemeinde Münchhausen und aus Frohnhausen beteiligen, die Begeb hingegen „ist offen für alle, die sich mit dem oberen Edertal verbunden fühlen“, sagte Vorsitzender Günter Jakobi bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstagabend in Laisa.

An der Begeb und somit am Solarpark kann sich jeder Interessierte mit einer Mindesteinlage von 200 Euro beteiligen - das Maximum liegt bei 50000 Euro pro Person. Auch ist es möglich, Anteile zum Beispiel an Kinder zu verschenken. Zu den Anteilseignern und Gründungsmitgliedern der Begeb gehören unter anderem die vier Gemeinden im oberen Edertal.

Jakobi erklärte, dass immer ein unternehmerisches Risiko bestehe, das Konstrukt der Genossenschaft aber sehr insolvenzresistent sei: „Natürlich gehört auch Mut dazu.“ Jakobi unterstrich auch den ideellen Wert der Genossenschaft, die die erste dieser Art im Altkreis ist. Andreas Steffen aus Hatzfeld warb für die Möglichkeit, sich daran zu beteiligen: „Bislang hatten die großen Unternehmen das Privileg, solche Projekte umzusetzen. Jetzt kann jeder an diesem Privileg kratzen“.

Noch ist der Solarpark nicht am Netz. Die beiden Trafo-Stationen stehen aber bereits. Sie ermöglichen getrennte Stromeinspeisung, so dass Krug und die Begeb als Betreiber unabhängig voneinander sind. Die Pläne der Begeb gehen aber über die Photovoltaikanlage hinaus. Wunsch ist es unter anderem, in der Zukunft ein Wasserkraftwerk zu errichten, auch eine Beteiligung an Windkraft ist denkbar. (tt)

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