Unterschriftenaktion gestartet

Geplantes Asylbewerberheim in Löhlbach: Anlieger befürchten Probleme

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Soll Asylbewerberwohnheim werden: Die Traditionsgaststätte Möller in Löhlbach. Das bei allen Vereinen beliebte Lokal schließt am 23. März. Früher waren dort auch Feriengäste untergebracht. Das Haus hat 30 Betten.

Löhlbach. 29 Anwohner der Mittelgasse protestieren gegen den Plan, im Gasthaus Möller 42 Asylbewerber unterzubringen. Das Gebäude im engbebauten Ortskern sei für eine so große Zahl von Bewohnern nicht geeignet, sagt Anwohnerin Elvira Schnell, die eine Unterschriftenaktion organisierte.

Am Montag übergab sie Hainas Bürgermeister Rudolf Backhaus die Liste und ein Schreiben, in dem die Bedenken der Anwohner zusammengefasst sind.

Die große Zahl von 42 sei eine Zumutung für die Flüchtlinge und die Anlieger. Es gebe außerhalb der Unterkunft keine Aufenthaltsmöglichkeit, weder Hof noch Garten seien vorhanden. Da sei Ärger mit Asylbwerbern und Anliegern voraussehbar.

Die Anlieger machen sich Sorgen um die Ordnung und Sauberkeit, befürchten Behinderungen beim Erreichen ihrer Grundstücke und Verständigungsschwierigkeiten.

Dem Betreiber des Wohnheims, Armin Wagner, werfen sie vor, dass es ihm nur um den Gewinn gehe und er nicht die „Menschlichkeit aller Personen“ berücksichtige.

Und sie befürchten, dass ihre Grundstücks- und Immobilienwerte gemindert würden. Die Anlieger kritisieren zudem, dass sie von der Nachricht überrascht wurden und aus der Presse erfuhren.

Elvira Schnell

Elvira Schnell betont aber, dass die Anwohner nicht generell gegen die Unterbringung von Flüchtlingen seien. „Aber mehr als 20 sollten es in diesem engen Bereich nicht werden“, betont sie.

Das sehen auch Bürgermeister Rudolf Backhaus und Ortsvorsteher Wolfgang Landau so. Auch sie plädieren dafür, dass höchstens 20 Flüchtlinge dort untergebracht werden.

„In der Mittelgasse wohnen ja nur 30 Menschen, 42 weitere sind einfach zu viel“, sagt Landau.

Was Landrat Dr. Reinhard Kubat und der Betreiber Armin Wagner zu der Kritik aus Löhlbach sagen, das lesen Sie in der gedruckten Dienstagausgabe der HNA Frankenberger und Waldecker Allgemeine.

Quelle: HNA

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