Geplantes Silolager: Gemeinde plant Umfrage

Geplanter Standort: Oberhalb seines Maschinenschuppens am Verbindungsweg von Bottendorf in Richtung Kreisstraße 117 und Burgwaldkaserne, will der Bodenverband Waldeck-Frankenberg eine Siloanlage und eine Lagerhalle für Hackschnitzel errichteten. Foto: mjx

Bottendorf. Wie die Einwohner Bottendorfs zum Bau eines Silo- und Hackschnitzellagers sowie gegebenenfalls auch einer Biogasanlage westlich des Ortes an der Kreisstraße 117 stehen, das soll per Umfrage ermittelt werden.

Bürgermeister Lothar Koch griff den Vorschlag auf, den ein Bürger in der Informationsveranstaltung am Montagabend zu den Bauvorhaben des Bodenverbandes Waldeck-Frankenberg gemacht hatte.

Koch kündigte an, dass alle Haushalte ein Abstimmungsformular erhalten sollen. Zuvor soll jedoch eine Besichtigung der Biogasanlage der Firma Viessmann in Allendorf-Eder erfolgen. Auf der Homepage der Gemeinde sollen Fragen der Bürger und Antworten veröffentlicht werden.

Zuvor hatten Walter Dersch vom Bodenverband und Frank Stumpf vom Viessmann-Tochterunternehmen Schmack ihre Pläne vorgestellt: Am Gemeindeverbindungsweg von Bottendorf zur K 117, dort wo der Bodenverband bereits ein Güllelager und eine Maschinenhalle betreibt, sollen auf 10 000 Quadratmetern eine Siloanlage und ein Hackschnitzelager mit Trockenhalle gebaut werden.

Die dort gelagerte Silage und die Hackschnitzel, die von Kurzumtriebsplantagen bei Laisa und Niederholzhausen stammen, sollen der Biogasanlage beziehungsweise der Heizanlage der Firma Viessmann zugeführt werden.

Der Bodenverband möchte sich zudem die Option offen halten, später dort selbst eine Biogasanlage zu bauen, falls diese sich wirtschaftlich betreiben lasse.

Rund 80 Interessierte waren zu der Informationsveranstaltung am Montagabend in das Dorfgemeinschaftshaus Bottendorf gekommen und hatten die Vor- und Nachteile angesprochen.

So gab es Sorgen wegen möglicher Geruchsbelästigung oder wegen einer eventuellen Allergiegefahr durch die Hackschnitzel.

Es wurden aber auch Vorteile genannt, wie die Schaffung von Arbeitsplätzen und Einnahmequellen für Landwirte. Es sei ein Beitrag zur Energiewende, bei dem der Ertrag in der Region bleibe, hieß es.

Nach weiterer Information der Bevölkerung und dem Ergebnis der Befragung soll der Ortsbeirat Bottendorf über die Baupläne entscheiden und der Gemeindevertretung eine Empfehlung abgeben, zeichnete Bürgermeister Koch den weiteren Weg auf.

„Es wird nichts über die Köpfe der Bürger entschieden“, versprach er. (mab)

Mehr in der gedruckten Mittwoch-Ausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare