Geldstrafe für Lehrer wegen Besitzes von Kinderpornografie

Frankenberg. Das Frankenberger Amtsgericht hat einen 48-jährigen Lehrer aus dem Frankenberger Land schuldig gesprochen, sich im Internet kinder- und jugendpornografisches Material beschafft zu haben.

Wegen des Besitzes und der Beschaffung dieser Dateien sowie wegen Anstiftung zu uneidlicher Falschaussage verurteilte Richterin Andrea Hülshorst den Mann am Freitag zu 180 Tagessätzen à 30 Euro.

Staatsanwältin Sarah Otto hatte eine Haftstrafe von neun Monaten, ausgesetzt auf drei Jahre Bewährung, gefordert.

Der Angeklagte und seine Verteidiger kündigten gleich nach der Urteilsverkündung an, in Berufung zu gehen.

Der 48-Jährige hatte angegeben, sich die kinder- und jugendpornografischen Dateien beim exzessiven Surfen auf Pornoseiten mit Erwachsenen unwissentlich eingehandelt zu haben. Später habe er aus Verteidigungszwecken gezielt nach solchen Dateien gesucht, um zu beweisen, dass es solche auf Erwachsenenseite gebe.

Das Verfahren gegen den Lehrer zieht sich seit 2009 hin. Seitdem ist er vom Dienst freigestellt, erhält aber weiterhin seine Bezüge. (mab)

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Quelle: HNA

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