Gerichtsprozess

Mediziner soll sich an 13-Jähriger vergriffen haben

Symbolbild Gericht

Marburg. Wegen schweren sexuellen Missbrauchs in seiner Praxis steht ein Arzt vor dem Marburger Landgericht. Der Allgemeinmediziner soll sich während einer Untersuchung an einem 13-jährigen Mädchen vergriffen haben.

Der Arzt bestreitet die Taten, äußerte sich vor Gericht aber nicht näher. Laut Anklage kam das Mädchen im April 2009 wegen Halsschmerzen in die Praxis des Allgemeinmediziners. Wie Staatsanwältin Annemarie Wied erläuterte, soll es jedoch auch um gynäkologische Fragen gegangen sein.

Bei einer Unterleibsuntersuchung soll der Arzt beischlafähnliche Handlungen an der 13-Jährigen vorgenommen haben. Da sie außerhalb der Sprechstunde während der Mittagspause in die Praxis des ihr auch privat bekannten Arztes kam, war zu diesem Zeitpunkt sonst niemand in den Räumen.

Ein Sachverständiger sagte vor Gericht, dass ein Abtasten der Scheide bei einer normalen Jugenduntersuchung unüblich sei.

Das Verfahren wird sich mindestens bis Februar ziehen. (zgc)

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Quelle: HNA

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