Vielfältige „Kunst in der Alten Schmiede“ begeistert hunderte Gäste

Gesamtkunstwerk mit exquisiten Elementen

+
Gelungene Premiere: Künstlerinnen und Organisatorinnen freuten sich über den großen Besucherandrang der ersten „Kunst in der alten Schmiede“.Fotos: Malte Glotz

Burgwald-Bottendorf - Viel Potential hat die lokale Kunst-Szene - das bewies die etwas andere Ausstellung „Kunst in der Alten Schmiede“ in Bottendorf am Freitag. Der Abend bot vieles für die Augen, die Ohren und die Geschmacksknospen.

„Unsere Alte Schmiede ist ja ohnehin schon ein Kunstwerk“, freute sich Mitorganisatorin Ulrike Ernst bei ihrer Begrüßung über den Veranstaltungsort. Umso schöner sei es, dass das besondere Ambiente der Schmiede durch die Kunstwerke noch bereichert sei. An Treppen und Wänden hingen die Kunstwerke der Allendorfer Künstlerin Antje Michels: Zeichnungen, Collagen, bearbeitete Schädel von Damwild wirkten düster, ohne bedrohlich zu sein. Auf den vielen Emporen der Schmiede hatte Michels Totenköpfe unterschiedlicher Größe und Gestaltung platziert - bunt, mit oder ohne Strass oder auch vielseitig ausgeleuchtet.

Lebensbejahender war da schon die Kunst der Floristin Johanna Mengel: Sie zeigte, dass Blumen nicht nur als klassischer Strauß eine gute Figur machen, sondern dass sich Pflanzen auch an außergewöhnlichen Stellen und in ebenso außergewöhnlichen Gestecken angenehm hervortun.

Ein „Kunstwerk im Entstehen“ war das Model Alisa: Für die Visagistin Daniela Riwoldt musste sie vor Publikum lange still halten. Mit starken Farben verwandelte Riwoldt ihr Model in lebendige Kunst - und jeder Besucher konnte ihr dabei über die Schulter schauen und sich gerne auch den einen oder anderen Schmink- oder Styling-tipp abholen.

Musikalische Familie

Eine Veranstaltung in dem musikalischsten Burgwalder Ortsteil wäre ohne Klang-Kulisse nicht komplett. Dafür sorgte am Freitagabend insbesondere die Familie Strauch. Josel und Daniel überzeugten an Klavier und Gitarre - teilweise auch unter Einsatz ihrer Stimmen. Eigentlich hätten sie von Pia Bornscheuer begleitet werden sollen - doch deren Stimme streikte krankheitsbedingt. So sprang Caro Röse aus Battenberg als Sängerin und am Cajon ein und machte ihre Sache mit starker Stimme herausragend.

Zum Konzept des Abend gehörte es, sich nicht durchgehend beschallen zu lassen: zwischen den einzelnen Auftritten hatten die Gäste die Chance, durch die Schmiede zu wandeln und die Kunstwerke zu studieren. Sie kamen mit den Künstlern in Kontakt und nutzten die Gelegenheit für Gespräche.

Den Schlusspunkt des offiziellen Teils setzten die Herren von „Total Vocal“, die mehrere Stücke darboten. Schluss war dann aber noch lange nicht: Bei Canapés, Gegrilltem und einem guten Schluck saßen und standen die Bottendorfer noch lange zusammen. Der Erlös des mit vielfältiger Kunst gefüllten Abends geht an die Kindertagesstätte in Bottendorf.

Von Malte Glotz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare