Battenberg

Gesamtschule fühlt sich wie neu an

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- Battenberg (da). Kein Raum sieht mehr aus wie vor den Renovierungsarbeiten. Das knapp 40 Jahre alte Gebäude wurde am Mittwoch in einem Festakt wieder eröffnet.

Der ehemals graue Betonklotz ist verkleidet und kommt jetzt in dunklem Rot daher. Noch deutlicher werden die Unterschiede im Innern der Gesamtschule. Die hellen und modernen Räume mit zeitgemäßer Ausstattung präsentierten stolz Schulleiter Helmut Frenzl und seine Kollegen den geladenen Gästen. Am kommenden Mittwoch können auch alle anderen Interessierten einen Rundgang unternehmen. „Im Grunde wurde das Gebäude total entkernt“, berichtete Frenzl.Fünfeinhalb Jahre hatten die Arbeiten gedauert – bei laufendem Schulbetrieb.

Auf rund 9,4 Millionen Euro bezifferte Landrat Reinhard Kubat die Kosten. Er betonte, dass der Landkreis Waldeck-Frankenberg in den vergangenen Jahren besondere Anstrengungen unternommen habe, die Schulen „fit“ zu machen – und Battenberg gehörte zu den größten Projekten. Die Gesamtschule sei 1972/73 erbaut worden, berichtete er. „Damals dachte noch niemand an explodierende Energiekosten.“ Besonderes Augenmerk sei deshalb auf die Wärmedämmung gelegt worden. An 48 Einzelgewerken waren 42 Unternehmen beteiligt.

„Geht pfleglich mit der Schule um“, appellierte Kubat an die Schüler. Der Landkreis werde sich eine solch aufwendige Sanierung in absehbarer Zeit nicht mehr leisten können.Kubat lobte auch die Ausgestaltung der Aula, in der der Festakt stattfand. An einer Wand sind die Konterfeis aller Gesamtschüler zu sehen. Schulleiter Helmut Frenzl stellte die Schule vor. Derzeit wird sie von 890 Schülern besucht. Im nächsten Schuljahr sind es sogar – gegen den Trend – 927 Schüler der Klassen fünf bis zehn in Haupt- und Realschule sowie im gymnasialen Zweig. Erstmals werden vier Gymnasialklassen eingerichtet.

Uta Opper-Fiedler vom Schulamt zeigte sich beeindruckt vom Umbau. Noch ein Stück weiter ging Battenbergs Bürgermeister Heinfried Horsel: „Schüler und Lehrer haben eine neue Gesamtschule bekommen.“ Die Kommunen des oberen Edertals hätten die Investitionen mit ermöglicht, sagte Horsel mit Blick auf die hohen Abgaben, die an den Landkreis überwiesen werden. Horsel lobte das Engagement von Helmut Frenzl: „Sie haben die Weichen dafür gestellt, dass die Gelder nach Battenberg geflossen sind. Die Schule hat über die Grenzen des oberen Edertals hinaus einen guten Ruf.“

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 19. Mai

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