Tag der offenen Tür in zukünftigem Gemündener Museum stieß auf großes Interesse

Ort der Geschichte entsteht

Interessierte Besucher: (von links) Cordula Glöde, Klaus Obermann, Regina Pironet und die ehemalige Gemündenerin Christiane Bornmann (jetzt Bad Berleburg) sahen sich das zukünftige Gemündener Museum an. Fotos:  Ochs

Gemünden. In der ersten Etage der Scheune des Hauses Zur Burg 3 sind Tische und Bänke aufgebaut. Rustikal erscheint der Raum, da gerade erst die Zimmerarbeiten für die Restaurierung dieses historischen Altstadtgebäudes von Gemünden abgeschlossen sind. Das nackte Fachwerk im Innern gibt dabei eine besondere Atmosphäre. Der Museumsverein Gemünden hat zu einem Tag der offenen Tür eingeladen, um den Fortschritt der Arbeiten und die Ziele des Vereins vorzustellen.

Die Beleuchtung ist spärlich, denn Vorsitzender Norbert Otto führt auf der Leinwand gerade alte Fotos der Wohrastadt vor. Mehr als 100 hat er für den Tag der offenen Tür aus einer Sammlung von 400 ausgewählt. „Die Besucher sollen einen Eindruck der gesammelten Schätzchen bekommen“, erzählt der Pensionär voller Eifer.

Unzählige Stunden des Sortierens und Einscannens liegen hinter Otto, und er ist stolz, was dabei heraus gekommen ist. So erzählt er zu einer Aufnahme aus 1931, die das Geschäft von Erich Zinn im Steinweg zeigt, einige Sätze. Und prompt steuern einige der 70 Besucher ihr Wissen zum Foto bei. So entstehen einige sehr interessante Gespräche an diesem Nachmittag.

Die Fotos stammen aus Archiven in Marburg und von Bürgern der Wohrastadt. Aus diesen Aufnahmen entstanden 14 Filmrollen für die der Verein 700 Euro investierte, um so gesichertes Fotomaterial zur Verfügung zu haben. „Es hat auch sehr viel Zeit gekostet, dieses ganze Fotomaterial zusammenzustellen“, sagt Otto. Aus dem Fundus wurde auch ein Kalender für 2011 erstellt. Dieser kann für 10 Euro erworben werden.

Stand beim Weihnachtsmarkt

Während des Weihnachtsmarktes in Gemünden am 4. und 5. Dezember wird auch der Museumsverein einen Stand betreuen. Dort können die Besucher neben dem Kalender, das Buch „Haushaltsgeister“ erwerben, Geschichten, die Norbert Otto aus alten Haushaltsbüchern der Wohrastadt zusammengetragen hat.

Von Jutta Ochs

Quelle: HNA

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