"aktive Kernbereiche"

Das Gesicht der Stadt verbessern

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Die Illerstadt steht vor Veränderungen: Mit Hilfe des Förderprogramms „aktive Kernbereiche“ soll das Gesicht Frankenbergs bis ins Jahr 2024 aufgewertet werden.

Frankenberg - Was wünschen sich die Bürger für ihre Stadt? Das war die zentrale Frage beim Ideenforum zum integrierten Handlungskonzept für das Förderprogramm „aktive Kernbereiche“. Nur wenige Frankenberger folgten der Einladung in die Ederberglandhalle. Die Verbesserungsvorschläge für Tourismus, Einzelhandel und die Wohnsituation waren dennoch zahlreich.

Das Gesicht der Illerstadt wird sich in den nächsten Jahren verändern. Einige dieser Veränderungen sind schon jetzt greifbar, wie das neue Bahnhofsumfeld oder die Ederöffnung. Doch es gibt noch zahlreiche weitere Bereiche, die es anzupacken gilt, wie etwa den Tourismus oder eine Belebung des Einzelhandels.

„Aktive Kernebreiche“ heißt das Förderprogramm des Landes Hessen, in das Frankenberg quasi auf den letzten Drücker hineingerutscht ist, das Abhilfe schaffen soll. Im Rahmen dieses Programms soll ein integriertes Handlungskonzept erarbeitet und am Ende auch umgesetzt werden. Dabei ist die Bevölkerung gefragt, doch genau dies schien beim ersten Bürgerforum problematisch. Mehr als 5000 Flyer wurden in der Kernstadt verteilt, zusätzlich gingen einige an die Ortsvorsteher der Stadtteile. Letztendlich teilgenommen haben nicht einmal 100 Frankenberger. Ideen für die weitere Entwicklung der Stadt, die in das Handlungskonzept mit einfließen sollen, wurden dennoch gesammelt.

Als Sicht der Bevölkerung sind am Ober- und Untermarkt einige Veränderungen wünschenswert - unter anderem ein Altsadtkonformer Auftritt der Gewerbetreibenden, etwa durch einen Gestaltungsleitfaden. Auch wurde die Forderung nach zusätzlichen Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen laut, zum Beispiel für Radfahrer. Dieses sollten zwar Qualität bieten, aber nicht im Vier- oder Fünf-Sternebereich liegen. Sowohl in der Gruppe, die sich mit dem Tourismus beschäftigt hat, als auch in der Gruppe, die sich mit der Stadtgestaltung auseinandersetzte, wurde die Parkplatzsituation diskutiert und damit die Befürchtung mancher Bürger, dass durch die Sanierung Stellplätze wegfallen. Doch es gab auch die Gegenposition, nämlich Autos weitestgehend aus dem Altstadtbereich zu verbannen - etwa dadurch, die Nutzung durch Mitarbeiter der Gewerbebetriebe einzuschränken. Bölling erklärte, dass es bei der Parkierung einer fundierten Abwägung bedarf. (ste)

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