Frankenberg: Seit einem Jahr keine Gastronomie im Ederberglandbad

Gesucht: Wohlfühl-Wirtsleute

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- Frankenberg (jos) Einige gastronomische Erfolgsgeschichten gibt es in Frankenberg zwar durchaus zu erzählen. Der andauernde Leerstand des Cafés und Bistros „Joliente“ im Ederberglandbad ist allerdings ein Beleg dafür, wie schwierig Gastronomie in dieser Zeit und in dieser Stadt ist.

Gleichzeitig zeigt die bislang erfolglose Suche der Stadtwerke nach einem Pächter für die Gastronomie im Ederberglandbad allerdings auch, dass beim 3,5 Millionen Euro teuren Umbau des Schwimmbads zum so genannten Wohlfühlresort Frankenberg aus Schwimmbad, Fitnessstudio und Café konzeptionelle Fehler gemacht worden sind. Es gibt sie, die unverwechselbaren Frankenberger Wirtsleute, die mit großer Hingabe ihre Cafés, Kneipen und Restaurants bewirtschaften. Sie haben fast nie frei, arbeiten zu den familienunfreundlichsten Zeiten, die man sich vorstellen kann, und stellen sich Tag für Tag in den Dienst ihrer Gäste. Sie backen ihre Torten selber und sie servieren ihren Milchkaffee mit einem ganz und gar ehrlichen Lächeln, weil sie Freude daran haben, Gäste zu bewirten.

Dem Ederberglandbad und dem dort leer stehenden Gastronomiebereich hilft das allerdings auch nicht weiter: Denn diejenigen, die sich als Wirtsleute in Frankenberg etabliert haben, sind deswegen erfolgreich, weil sie in ihrem eigenen Lokal als Inhaber persönlich anzutreffen sind.„Wir haben mehrere Frankenberger Gastronomen angesprochen“, berichtet Karl-Heinz Schleiter. Der Geschäftsführer der Stadtwerke, die das Ederberglandbad betreiben, hat allerdings auch nach mehr als einem Jahr der Suche noch keinen Pächter für das Café und Bis­tro „Joliente“ gefunden. Es gebe schlichtweg keinen hiesigen Wirt, der die Gastronomie im Ederberglandbad übernehmen wolle oder könne. Kontakte habe es bereits viele gegeben, unter anderem auch mit den Betreibern von Gastronomiebetrieben im Nachbarlandkreis Marburg-Biedenkopf sowie mit Getränkegroßhändlern aus der Region. Doch bislang sei kein neuer Pächter in Sicht.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 5. Januar

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