Deutlich über 30 Grad

Gesundheitsamt warnt vor tropischer Hitze

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Sommerhitze: Nach der Schule ein Eis. Von links: Valerij Paulzen, Arnold Starklauf und Samuel Althaus an der Eisdiele in Frankenberg.

Waldeck-Frankenberg. Das Kreisgesundheitsamt hat eine Hitzewarnung für Waldeck-Frankenberg herausgegeben. Im Landkreis werden Temperaturen von deutlich über 30 Grad Celsius erwartet.

 „Insbesondere für ältere und kranke Menschen sowie Kinder können der Temperaturumschwung und die Wärme gesundheitlich belastend sein“, warnt Amtsärztin Annette Maraun-Brüggemann.

Der Fachdienst Gesundheit rät, sich vor Hitze und starker Sonneneinstrahlung zu schützen. Die ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit sei besonders wichtig. Man sollte Wasser, Früchtetee oder verdünnte Fruchtsäfte trinken. Eiskalte Getränke förderten hingegen eher das Schwitzen.

„Bei körperlichen Symptomen wie Schwäche, Blässe, Übelkeit, Schwindel, übermäßigem Schwitzen und Kreislaufbeschwerden ist ausreichend Ruhe besonders wichtig“, sagt Maraun-Brüggemann. Im Zweifelsfall solle bei solchen Symptomen, die bis hin zu Fieber oder Verwirrtheit führen können, jedoch sicherheitshalber ein Arzt aufgesucht werden.

Auch im Kreiskrankenhaus Frankenberg stellt man sich auf eine größere Patientenzahl ein, heißt es auf Anfrage. Die Notaufnahmen der Asklepios-Kliniken rechnen damit, dass zehn bis 25 Prozent ihrer Patienten wegen hitzebedingter Beschwerden behandelt werden müssen. Der Leiter des DRK-Rettungsdienstes in Frankenberg, Christian Neuhaus weiß aus Erfahrungen, dass bei Hitze besonderes ältere Menschen - meist Alleinlebende - ins Krankenhaus bringen müssen.

Das Altenzentrum Auf der Burg nimmt - wie andere andere Seniorenheime auch - die Gefahr ernst. Die Raumtemperaturen werden zweimal täglich gemessen. Es gibt leichtes Essen mit Obst und Eis als Zwischenmahlzeit. Es werden mehr Getränke als sonst angeboten, sagt Sozialarbeiterin Christa Barthelmay.

Wie es durch Hitze schnell zu Verwirrtheitszuständen kommen kann und wie man sich schützt, dazu lesen Sie ein Interview mit Dr. Hartmut Lotz von der Asklepios-Stadtklinik Bad Wildungen in der gedruckten Donnerstagausgabe

Quelle: HNA

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