Getreide-Ernte in Waldeck-Frankenberg besser als erwartet

Waldeck-Frankenberg. Zum Endspurt blasen die heimischen Landwirte bei der Getreide-Ernte. Derzeit wird der letzte Weizen gedroschen.

Nach dem guten Jahr 2014 sei der Ertrag unterschiedlich, sagt Matthias Eckel, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Frankenberg. „An guten Standorten war die Getreideernte besser als erwartet.“

Weil es im Mai und Juni zu trocken war, sind Spitzen-Erträge nach Einschätzung von Agrar-Fachleuten 2015 nicht zu erwarten. „Es ist erstaunlich, was eine Pflanze leisten kann“, sagt Marco Scheffer, Leiter des Vitos-Gutsbetriebes in Haina, der für 460 Hektar Ackerland verantwortlich ist. Während man im vergangenen Jahr Getreide habe künstlich nachtrocknen müssen, weise der nun geerntete Weizen einen Feuchtigkeitsgehalt von nur 12,5 Prozent auf. Normal seien 15 Prozent. Mit dem Ertrag bei der Gerste ist Scheffer zufrieden. Bis zu 9,5 Tonnen je Hektar seien ein „phantastischer Wert“.

Mit seiner Ertragsprognose beim Raps habe er total daneben gelegen, räumt Scheffer ein. Nach einem „ganz schlechten Start“ habe man auf den Vitos-Flächen noch einen Ertrag von vier Tonnen Raps pro Hektar erzielt.

Das gute Ergebnis bei Gerste und Weizen habe man auf Böden mit hohem Ton- bzw. Lehm-Anteil erreicht, die Wasser gut speichern können. „Das hat noch ein paar gute Körner in die Ähren gegeben“, erklärte Marco Scheffer.

„Wenn Wetter ist, muss geerntet werden“, sagt Matthias Eckel vom Kreisbauernverband. Bei entsprechender Witterung werde oft bis tief in die Nacht Getreide gedroschen und Korn in die Scheunen gefahren. Das führe auch manchmal zu Behinderungen auf den Straßen durch überbreite Mähdrescher. „Ich bin dankbar, dass das hier so problemlos läuft“, sagt Eckel. „Die Leute hier wissen es zu schätzen, dass wir auch deren Essen einbringen.“

Quelle: HNA

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