Vitos Haina und Frankenberger Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes schließen Kooperationsvertrag

Ein Gewinn für Träger und Bewohner

+
Die Geschäftsführer Christian Peter (DRK-Kreisverband, links) und Ralf Schulz (Vitos Haina) unterzeichneten den Kooperationsvertrag, dahinter von links der Leiter des DRK-Betreuungs- und Beratungszentrums in Gemünden Udo Kratz und die stellvertretende Charlotte Grosche und der Therapeutische Leiter der BPD, Erwin Gruber.

Haina (Kloster). - Jugendliche aus dem DRK-Wohnheim profitieren von der Tiergestützten Therapie in Haina. Der Pflegedienst des Roten Kreuzes betreut Vitos-Bewohner, die wiederum in einem geplanten Gastronomiebetrieb des DRK einen Arbeitsplatz finden könnten... Die rechtliche Basis für diese Pläne ist geschaffen.

Die beiden Geschäftsführer Ralf Schulz (Vitos Haina gGmbH) und Christian Peter (DRK-Kreisverband Frankenberg) haben am Donnerstag einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Die beiden Einrichtungen wollen durch die Zusammenarbeit nicht nur die Stärke des jeweiligen Partners auch für die eigenen Klienten nutzen, sondern auch die Inklusion vorantreiben. Deren Ziel ist es, behinderte Menschen nicht nur in die Gesellschaft einzugliedern, sondern sie gleichwertig einzubeziehen.

Die Zusammenarbeit bezieht sich in diesem Fall auf Menschen mit seelischen Behinderungen, die den begleitenden psychiatrischen Diensten (BPD) betreut werden. Es gibt verschiedene Ansatzpunkte für die Kooperation zwischen DRK und Vitos:

Tiergestützte Therapie: Psychisch beeinträchtigte Jugendliche aus dem Albert-Schweitzer-Heim des DRK in Frankenberg nutzen die Tiergestützte Therapie der BPD in Haina, wo sie in Kontakt mit Lamas, Kängurus, Ziegen und bald auch Eseln kommen. Die ersten Besuche haben schon stattgefunden und zeigen besonders bei Jugendlichen mit Borderline-Störung vielversprechende Ergebnisse, wie der Therapeutische Leiter der BPD, Erwin Gruber, berichtete. Auch in den DRK-Seniorenheimen sind Besuche mit den Tieren geplant. Vor allem Menschen mit Demenz reagieren nach Angaben von Christian Peter sehr positiv auf den Kontakt zu Tieren.

Integrationsfachbetrieb: Das DRK plant einen gastronomischen Betrieb in Gemünden, in dem Bewohner der Vitos BPD als Mitarbeiter tätig sein können. Welche Art von Gastronomie dies sein wird und wo genau sie angesiedelt wird, stehe noch nicht fest. Das Konzept sei in Arbeit. Dabei werde vor allem danach geschaut, welche Marktlücke vorhanden sei und welche Arbeit von den BPD-Bewohnern überhaupt geleistet werden könne. Sogar ein Lieferservice ist denkbar, sagte Christian Peter. „Ideen haben wir viele, aber das Konzept steht noch nicht“, betonte Ralf Schulz.

Betreuung: Menschen mit Behinderung, die in barreierfreien Wohnungen des DRK leben, werden von den Vitos BPD therapeutisch betreut.

Ambulante Pflege: Der ambulante Pflegedienst des DRK übernimmt die Pflege der Bewohner in den dezentralen Wohnungen der BPD.

Vor allem die Idee, durch einen gastronomischen Betrieb Bewohner mit seelischen Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt zu holen, gefällt Erwin Gruber: „Das wäre das Sahnehäubchen“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare