Konzert im Klimperkasten

Gitarrenmusik mit Gefühl und Tiefe

Frankenberg - Facettenreich, ehrlich und authentisch - so präsentierten Jan Willenbacher und das Akustik-Duo Matthias Weisheit und Bearbelle Jaschinski am Samstag im Klimperkasten ihre Musik: gefühlvolle und nachdenkliche Stücke.

Der Abend stand unter dem Motto „For the sake of the song“ - also „Um des Liedes willen“. Jan Willenbacher singt Lieder in deutscher Sprache und spielt Gitarre dazu. Was so einfach klingt, stellt sich auf der kleinen Bühne im Frankenberger Irish Pub „Klimperkasten“ ganz anders dar - mit gefühlvollen, nachdenklichen Texten und rauer Stimme präsentiert der Musiker Geschichten aus seinem Alltag. „Mir ist wichtig, dass meine Musik authentisch ist“, sagte der Bad Wildunger. Seit einem Jahr ist er als Straßenmusiker unterwegs. Die Musik führte ihn unter anderem bereits nach Italien, Frankreich und Dänemark. „Ich ziehe los, um Eindrücke zu sammeln, die ich dann in meiner Musik verarbeite.“ Mit seinen Liedern erzählt er Geschichten aus dem Alltag, aber er orientiert sich nicht an bereits tausendmal gehörten Klischees, sondern macht daraus etwas ganz eigenes. Alles, was er mit der Musik erzählt, sei selbst erlebt.

Und an einigen dieser unterwegs gesammelten Eindrücke ließ Willenbacher die Frankenberger teilhaben. Er präsentierte Songs wie „Das Labyrinth der gleichen Fragen“, „Auf einer Bank im Regen“ oder „Rückblick vorweg“, mit Texten, die zum Nachdenken anregen. Ein immer wiederkehrendes Motiv sei der gegenwärtige Augenblick, erzählte er seinem Publikum, denn dieser komme nicht mehr zurück. „Ich will meine Zeit und das Leben voll auskosten, wer weiß, wie lange ich das noch tun kann“, sagte er. Wenn er seine Gitarre auf den Schoß legt und sie als Trommel nutzt, gleichzeitig aber auch Töne anspielt, klingt das, als stehe ein ganze Band hinter ihm. Mit geschlossenen Augen verfolgten viele Besucher seine Musik und wiegten sich im Takt - und auch der Musiker selbst spielte meist mit geschlossenen Augen..

Im Anschluss zeigten Matthias Weisheit und Baerbella Jaschinski als „Gasoline Acoustic Duo“ ihr Können mit Akustik-Gitarre und Mundharmonika und zeigten einen Ausschnitt aus ihrem Repertoire. Zum ersten Mal standen die beiden Musiker zusammen unter diesem Namen auf der Bühne. Mit einer Mischung verschiedenster Stile zeigten sie gekonnt Gitarrenmusik wie sie sein soll: handgemacht, facettenreich und absolut hörenswert. Weisheit lehnt das Schubladendenken konsequent ab. „Musik sollte man nicht in Schubladen packen, denn die Musik gestaltet sich weitaus vielschichtiger“. Mit eigen Songs wie etwa „Hide away“ oder „Down at the Harbour“ begeisterten die beiden die Besucher und ernteten viel Beifall. So rundeten die beiden Musiker den musikalischen Abend gekonnt ab.

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