Frankenberg

Glas-Keil geht in die Insolvenz

- Frankenberg. Glas-Keil in der Siegener Straße ist insolvent geworden, acht Mitarbeiter müssen um ihre Stellen bangen. Sie hoffen, dass es mit einem neuen Investor weitergeht.

Bereits am vorigen Donnerstag hat der Geschäftsführer der Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Volker Schmidt, beim zuständigen Marburger Amtsgericht den Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Der Richter setzte die Marburger Rechtsanwältin Gundula Pierson als vorläufige Insolvenzverwalterin ein. Sie hat wie berichtet im vorigen Jahr das angeschlagene Schreufaer Familienunternehmen Scholze vor der Schließung bewahrt, indem sie einen Investor gewann.

Zur betrieblichen Situation bei Keil wollte ihr Kollege Matthias Wissel gestern noch nichts sagen, erst müssten die Unterlagen gesichtet werden. Am Freitag hatten sich Mitarbeiter der Kanzlei einen ersten Überblick verschafft. Klar ist jedoch: „Der Betrieb wird fortgeführt.“

Das Gericht hat der Kanzlei eine vierwöchige Frist zur Prüfung gesetzt, dann entscheidet sich, ob genügend Insolvenzmasse vorhanden ist, um das Verfahren zu eröffnen. Dies ist die Voraussetzung für die Sanierung. Ziel des Insolvenzrechts ist, ein betroffenes Unternehmen möglichst zu retten. Rechtsanwalt Wissel kündigte gestern an: „Wir suchen nach einem Investor.“

Die Glaserei ist das zweitälteste noch bestehende Unternehmen der Stadt. Kaufmann Philipp Heinrich Keil hatte es 1867 gegründet.

Mehr in der Printausgabe vom 7. Juli.

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