Löhlbacher entdeckte ein altes Hufeisen am Eingang zum Dachboden

Altes Hufeisen: Gerd Faust präsentiert sein Fundstück. Foto: fg

Löhlbach. Es ist zwar klein, aber für Gerd Faust ein Glücksbringer. Ein gerade einmal sechs mal sechs Zentimeter großes Hufeisen hat er bei Renovierungsarbeiten an seinem 150 Jahre alten Fachwerkhaus in Löhlbach gefunden.

An einer schadhaften Stelle der alten Lehmdecke, direkt über den Eingang zum Dachboden, entdeckte er den ungewöhnlich zierlichen Hufbeschlag. Dass es sich um ein gebrauchtes Original handelt beweisen Abnutzungsspuren am Eisen sowie die verbogenen handgeschmiedeten Nägel.

Möglicherweise wurde das alte Glückssymbol vor langer Zeit achtlos über den Dachbodeneingang abgelegt und ist dann in der unebenen Lehmdecke abgerutscht. Denkbar wäre aber auch, dass das Hufeisen einst absichtlich über der Bodentreppe abgelegt wurde, vermutet Gerd Faust.

Denn er hat in Erfahrung gebracht: Hufeisen wurden seit vielen Generationen über Türen und Eingängen angebracht, weil man nach einem alten Aberglauben annahm, dass weder Teufel noch böse Geister unter einem Bogen von Eisen durchgehen könnten. Üblich war es auch, ein Hufeisen mit der Öffnung nach unten schützend über das Haus aufzuhängen, damit Haus und Hof keinen Schaden durch Gewitter nehmen und einen Blitzschlag unbeschadet überstehen.

Seinem Dienst als Glücksbringer kommt das Hufeisen aber auch nach, wenn es mit der Öffnung nach oben aufgehängt wird. Man nimmt dann an, dass das Glück nicht mehr herausfallen kann. (fg)

Quelle: HNA

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