Beziehungskomödie wird am 10. Januar in der Ederberglandhalle aufgeführt

Der Gott des Gemetzels

Es geht um ihre Kinder: Beziehungsdramen spielen sich zwischen den Müttern (Anna Stieblich und Jacqueline Macaulay) in der Komödie „Der Gott des Gemetzels“ ab. Foto: zve

Frankenberg. Mit der turbulenten Beziehungskomödie „Der Gott des Gemetzels“ von Yasmina Reza eröffnet der Frankenberger Kulturring sein Veranstaltungsangebot für das neue Jahr am Dienstag, 10. Januar, ab 20 Uhr in der Ederberglandhalle. Am Anfang ist das Schlimmste schon geschehen: Zwei elfjährige Jungen haben sich geprügelt, der eine hat mit dem Stock zugeschlagen, der andere zwei Schneidezähne verloren.

So treffen sich die Elternpaare Alain und Annette mit Veronique und Michel bei Kaffee und Kuchen, um in aller Ruhe zu beraten, wie man pädagogisch sinnvoll auf Ferdinand (den Zähne zertrümmernden Täter) und Bruno (das Opfer) einwirken kann. Als sie das Schriftstück zur Schadensregulierung für die Versicherung aufzusetzen wollen, entzündet sich schon bei der Formulierung der erste Konflikt.

Von pointierten Sticheleien zu bösen Wortgefechten: Aus dem geplanten Friedensgipfel wird - als Leckerbissen für vier Schauspieler und fürs Publikum - eine handfeste Zimmerschlacht. Mit diabolischem Humor und erbarmungsloser Treffsicherheit spießt Yasmina Reza die moderne bürgerliche Gesellschaft auf. So verbindlich sie sich auch gibt, am Ende behält einer die Oberhand: der Gott des Gemetzels.

Unter der Regie von Bernd Mottl und der Ausstattung von Friedrich Eggert stehen in einer Produktion des Euro-Studio Landgraf die Schauspieler Jacqueline Macaulay, Anna Stieblich, Adnan Maral und Matthias Fuhrmeister auf der Bühne der Ederberglandhalle. Yasmina Reza wurde durch ihre Stücke mit dem unverwechselbar doppelbödigen Dialog-Schlagabtausch zur weltweit meistgespielten Spezialistin für Paarkonflikte. Mit „Der Gott des Gemetzels“ hat sie nach „Kunst“, „Drei Mal Leben“ und „Ein spanisches Stück“ wieder ein Meisterwerk vorgelegt, das auf den Bühnen für Furore sorgt. Besondere Aktualität erfährt die Frankenberger Aufführung dadurch, dass Roman Polanski vor wenigen Wochen mit einer Verfilmung des erfolgreichen Broadway-Theaterstücks von Yasmina Reza am Lido seine Weltpremiere gefeiert hat.

Unterstützt wird die Aufführung in Frankenberg von der Volksbank Mittelhessen. (zve)  

Quelle: HNA

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