Taufgottesdienst

Gottesdienst mit „Julius“ und „Hubertus“

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Insgesamt ließen sich zwölf Kinder an der Ederfurt bei Battenfeld taufen.

Allendorf-Battenfeld. - Es ist etwas Besonderes: Einmal im Jahr findet die Taufe in den evangelischen Kirchengemeinden Allendorf und Battenfeld nicht in der Kirche statt, sondern an der nahegelegenen Eder.

Mehr als 150 Besucher haben am Sonntag den gemeinsamen Taufgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinden Allendorf und Battenfeld gefeiert. Dieser Gottesdienst fand an der Ederfurt hinter dem Battenfelder Sportplatz statt und die Taufkinder wurden in der Eder getauft.

„Das ist schon sportlich hier“, sagte Pfarrer Gerald Rohrmann zu Beginn des Gottesdienstes, als es noch leicht regnete und das Thermometer etwa zwölf Grad anzeigte. „Aber in der Bibel steht schon geschrieben, nur die Kleingläubigen werden gescholten und wir werden heute wie jedes Jahr ein Mal unsere Taufe in der Eder feiern. Das heute aber gleich zwölf Kinder zur Taufe gehen, das ist bisher einmalig“. Ob Kirche oder Eder - beides sei ein passender Ort, sagte der Pfarrer. „Das wichtigste ist das Gotteswort aus der Bibel. Dazu noch Wasser und Kerzenlicht - mehr braucht es zu einer Taufe nicht.“

Diesen Kehrvers sprach die Gemeinde bei der Psalmlesung gemeinsam und mit den ersten Worten des Liedes „Heute kann es regnen, stürmen oder schneien, denn du strahlst ja selber wie der Sonnenschein“, war die Gemeinde richtig auf die Taufe eingestimmt. Pfarrer Rohrmann und Kerstin Dippel gaben den Handpuppen „Hubertus“ und „Julius“ ihre Stimmen und die unterhielten sich über das Wasser und die Taufe, über aktuelle Themen wie den Flüchtlingsstrom und zählten auf, was der nach Rodheim gewechselte Battenfelder Pfarrer Claus Becker im Edertal doch alles aufgegeben hat. „Julius„ klärte „Hubertus“ auch darüber auf, dass die Kinder bei der Taufe in der Eder keine Taucherbrille benötigten, da sie ja nicht untergetaucht werden, sondern ein paar Spritzer ausreichend sind. Dann hatte auch der Wettergott ein einsehen und der Himmel riss auf, sodass die Sonne für eine kurze Zeit zum Vorschein kam. Feierlich verlasen die Paten die Taufsprüche der Kinder, auf das anzünden der Taufkerzen musste allerdings aufgrund des Windes verzichtet werden. Barfuß oder in Gummistiefeln gingen die Eltern mit ihren Täuflingen und den Paten nacheinander in die Ederfurt wo Pfarrer Rohrmann die Kinder sie nacheinander taufte und ihnen den Segen erteilte.

Neben den beiden Babys Lilliy Helene Ferber und Elias Schneider die von ihren Paten getragen wurden, schritten die älteren Kinder - Kukka Bieder, Jannik Grief, Leonie Kohl, Max Emil Schneider, Luzie Arnold, Marlon Aaron und Luisa Nickling, sowie Sarah Andrea, Jonas Julian und Niclas Franz Lücke - alleine zur Taufe. (wi)

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