Zweiter Weltkrieg: Flugzeugabsturz in Louisendorf

Greifbare Erinnerung an den Krieg

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Horst Premper (l.), ehemaliger Revierförster von Louisendorf, hat aus den Trümmerteilen des 1944 abgestürzten englischen Flugzeugs ein Kunstwerk gebaut. Dieses hat er im Beisein seiner Ehefrau Brigitte an Heinz Berg (Zweiter v. l.) und Willi Buttler übergeben, um sie als Erinnerung an den Absturz in der Schulscheune aufzubewahren. Foto: Andrea Pauly

Frankenau-Louisendorf - Wenn Horst Premper im Louisendorfer Wald unterwegs war, fand er ab und zu Metallschrott zwischen Laub und Ästen. Erst nach einiger Zeit fand er heraus, dass dort 1944 ein Flugzeug abgestürzt war. Der Revierförster sammelte die Teile - nun hat er sie für die Ausstellung in der Schulscheune übergeben.

Eine Morsetaste, ein Patronengürtel samt 22-Millimeter-Munition, ein verrosteter Handfeuerlöscher, zwei Schalter vom Instrumentenbrett: Die Teile, die Horst Premper vor Jahrzehnten im Forst aufgesammelt hat, sind ihrem ursprünglichen Zweck noch immer klar zuzuordnen. Sie gehörten zu einem britischen Flugzeug, das 1944 abgeschossen wurde und am Breitenbach - zwischen dem Louisendorfer Forsthaus und der Ederstraße - abstürzte.

Als Horst Premmer die ersten Fundstücke aufsammelte, war er sich ihrer Bedeutung noch nicht bewusst: Der damalige Revierförster wusste noch nichts von dem Absturz der britischen Maschine; er erfuhr erst später davon. Dann aber interessierte er sich ganz besonders dafür, „weil er selbst einmal mit der Fliegerei angefangen hatte“, erzählt der 88-Jährige.

Louisendorfs damaliger Bürgermeister Heinrich Becker erzählte ihm von dem britischen Nachtjäger, von den Maschinengewehren und den aufheulenden Motoren. Und er berichtete Premper von dem Flugzeug, das Feuer gefangen hatte. „Das war die Pfadfinder-Maschine der Engländer.“

Mehr Informationen über den Flugzeugabsturz lesen Sie am Samstag in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung.

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