Hatzfeld

Große Aufmerksamkeit für ein Kleinod

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- Hatzfeld-Lindenhof (r). Viele Besucher besuchen die Lindenhöfer Fachwerkkirche nachdem sie den zweitem Platz in Fernsehwettbewerb belegt hat. Erst seit 1992 gibt es das Kirchlein in dem Hatzfelder Weiler.

Einen wahren Besucheransturm kann derzeit Lindenhof verzeichnen. Nachdem die kleinste Kirche Hessens, die man eben dort findet, den zweiten Platz bei einem Wettbewerb des Hessischen Rundfunks erzielt hat, ist der kleine Weiler berühmt geworden. Anfang des Jahres startete die Aktion des hr-Fernsehens mit einer Internet-Plattform, auf der die Besucher aus mehr als 50 Vorschlägen „ihre“ schönste Kirche auswählen konnten.

Dass die kleine Fachwerkkirche mit ihren 46 Sitzplätzen sich gegenüber ihren großen Geschwistern, wie etwa der Elisabethkirche in Marburg oder dem Dom zu Fulda behaupten würde – damit hatte niemand gerechnet und so war die Überraschung in Hatzfeld und Lindenhof groß, als das Ergebnis am Ostersonntag in einer Reportage des Hessischen Dritten verkündet wurde. Eine Wiederholung der Sendung erfolgte am Pfingstmontag und diente ebenfalls dazu, dass viele Zuschauer auf das Kleinod aufmerksam wurden.

Erst seit 19 Jahren gibt es das Kirchlein. Eher zufällig ergab sich die Gelegenheit, die zu seiner Entstehung führte: Der damalige Bezirkskonservator Dr. Michael Neumann vom Landesamt für Denkmalpflege in Marburg lag schon seit längerer Zeit im Streit mit der Gemeinde Lichtenfels wegen einer Scheune im damals noch „verwilderten“ Ortsmittelpunkt des Ortsteils Neukirchen. Das Gebäude sollte abgerissen werden. Er erkannte, dass es sich bei dem ehemaligen Hochspeicher um eine Rarität im Kreis und um ein Zeugnis dörflicher Kultur handelte und wehrte sich gegen den Abriss. Er erinnerte sich an den Wunsch des damaligen Dekans und Ortspfarrers von Hatzfeld, Edgar Weigel, eine Kirche für die 120 Lindenhöfer zu finden. So bot Dr. Neumann 1989 der Kirchengemeinde Hatzfeld das Haus an.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 2.Juli

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