Oldtimer-Stammtisch in Hatzfeld

Große Liebe zum kleinen Auto

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Claus Czekala ist stolzer Besitzer eines Fiat 500, Baujahr 1975. Dieser und viele andere Young- und Oldtimer sind am 28. September auf dem Festplatz in Holzhausen zu sehen. Foto: Mark Adel

Hatzfeld-Holzhausen - Erst war es nur ein geselliges Treffen mit Benzin-Gesprächen, Fachsimpeln und Erfahrungsaustausch. Doch der Oldtimer-Stammtisch fand immer mehr Interessenten, die am 28. September erstmals ein öffentliches Treffen für Liebhaber alter Autos und Motorräder veranstalten.

„Classic Cars Hatzfeld“ nennt die Gruppe sich, die sich seit einigen Monaten einmal monatlich im Gasthaus Zum Edertal in Reddighausen trifft. Von Frankenberg bis Hatzfeld kommen die Liebhaber alter Fahrzeuge, die über ihre Leidenschaft sprechen.

Am 28. September laden die Oldtimer-Freunde auf den Festplatz in Holzhausen (nahe Sportplatz) ein. Claus Czekala aus Holzhausen ist einer der Initiatoren. Er und seine Frau besitzen einen Fiat 500. Er sieht in dem Treffen das Schließen einer Lücke: „In Reddighausen gibt es das Gespann-Treffen, in Hatzfeld die Ausstellung alter Traktoren.“ In Holzhausen sollen Autos und Motorräder ab einem Alter von etwa 25 Jahren im Mittelpunkt stehen. Beginn ist um 10 Uhr, ab 11 Uhr bewirten Mitglieder des TSV die Besucher.

Im Rahmenprogramm sind Vorführungen des Trialfahrers Jan-Lukas Wahl zu sehen, außerdem werden Modellflugzeuge ausgestellt und vorgeführt. Das Motorradmuseum aus Bad Berleburg ist vor Ort, auch ein Hersteller spezieller Oldtimer-Motorenöle stellt aus. Über Fachzeitschriften haben die Holzhäuser ihr Treffen deutschlandweit in der Szene bekannt gemacht. Daneben gibt es zahlreiche betagte Autos, Motorräder und Kleinkrafträder zu sehen. Die Aussteller werden zu Ausfahrten ins Ederbergland eingeladen.

Claus Czekala und seine Frau Ursula sind stolze Besitzer eines Fiat 500. Ein solches Modell besaß das Ehepaar in den 70er Jahren kurz nach der Hochzeit: Beide lebten und arbeiteten in Bochum und nutzten den Mini-Wagen als Stadtauto.

Als Czekalas 2007 im Ruhestand waren und nach Holzhausen zogen, wollten sie wieder einen Fiat 500. Nach langer Suche wurden sie fündig: Der Wagen lief viele Jahre in Italien und hatte fünf Vorbesitzer: „Alle im selben Dorf“, berichtet Claus Czekala. 1999 war der Oldtimer, Baujahr 1975, restauriert worden.

Von einem Bekannten, einem Fiat-Experten, hat sich Claus Czekala in die Technik des kleinen Italieners einführen lassen. Die meisten Arbeiten erledigt er deshalb selbst. Das Wägelchen hat 23 PS und damit fünf mehr andere Fiat 500. Er gehörte zu den letzten gebauten Fahrzeugen dieser Baureihe. Deshalb habe er den Motor vom Fiat 126 bekommen, berichtet Claus Czekala. Im Winter wird der Motor überholt. Zwei bis dreimal im Jahr nimmt das Ehepaar an Oldtimer-Rallyes teil und unternimmt zudem eine große Tour.

Auch auf Langstrecken mögen die Czekalas den 600 Kilogramm leichten Italiener. „Bei zwei Insassen und einem kleinen Koffer hat er aber bergauf schon Probleme. Und wenn es regnet, fällt die Zündung aus.“ Werkzeug ist deshalb an Bord, „es passiert immer etwas“. Für das Ehepaar ist das alles kein Problem - davon können sie beim Oldtimer-Treffen am 28. September berichten.

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