Student zieht für FDP in Landtagswahlkampf ein

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Stabwechsel bei den heimischen Liberalen: Für den langjährigen FDP-Landtagsabgeordneten Heinrich Heidel (links) wird Elias Knell (Bildmitte) in den Wahlkampf für die Landtagswahl im September ziehen. Im Bild rechts: Ersatzkandidat Stefan Sommer. Zu den Gratulanten gehörten (hinten von links) Bundestagskandidat Dennis Majewski und Dr. Werner Pohlmann.

Frankenberg. In Frankenberg verkündete der langjährige FDP-Landtagsabgeordnete Heinrich Heidel am Freitagabend seinen Abschied von der großen politischen Bühne, für den 60-jährigen Heidel wird der der 24-jährige Elias Knell aus Frankenberg in den Wahlkampf für die Landtagswahl am 22. September einziehen.

Bei der Wahlkreisversammlung zur Wahl des Bewerbers der FDP für den Wahlkreis 6 (Altkreis Frankenberg mit Bad Wildungen) wurde Elias Knell, Masterstudent der Politikwissenschaften in Marburg, mit großer Mehrheit das Vertrauen der heimischen Liberalen ausgesprochen. In dem geheimen Wahlgang erhielt Knell von den insgesamt 23 Wahlberechtigten 19 Stimmen. Bei einer ungültigen Stimme und einer Enthaltung stimmten nur zwei Mitglieder gegen Knell. Zu Knells Ersatzkandidaten wählte die Versammlung den ebenfalls 24 Jahre alten Masterstudenten Stefan Sommer aus Ernsthausen. Sommer, der in Marburg Physik studiert und zum FDP-Ortsverband Burgwald gehört, erhielt ebenfalls 19 Ja-Stimmen. Vier FDP-Mitglieder stimmten in der Versammlung gegen Sommer.

Der Wahl der beiden FDP- Kandidaten für die anstehende Landtagswahl war eine emotionale Rede von Heinrich Heidel vorausgegangen. „Heute schließt sich ein Kreis“, sagte Heidel, der seit 1995 dem hessischen Landtag angehört. Dabei erinnerte er daran, dass er vor knapp 20 Jahren im Frankenberger Stadtteil Geismar von seiner Partei zum Landtagskandidaten für den Wahlkreis 6 gewählt worden war: „In Frankenberg verkünde ich nun offiziell meinen Rückzug aus Wiesbaden.“ Dabei übergab er symbolisch den Staffelstab an Elias Knell, der unter anderem Mitglied im Landesvorstand der FDP Hessen ist.

„Der Wahlkreis 6 ist der schönste Wahlkreis in Hessen. Es tut mir ein bisschen weh“, sagte Heidel mit bewegter Stimme. An die beiden jungen Kandidaten appellierte er, Politik nicht als Beruf zu betrachten: „Das muss man mit Leib und Seele und mit Spaß machen.“ Heidels Dank galt allen Parteifreunden für „eine wunderschöne Zeit, die ich als Wahlkreiskandidat haben durfte“.

„Der ländliche Raum muss wieder attraktiver werden“, brachte Knell in seiner Vorstellungsrede zum Ausdruck. Schließlich wollten viele seiner Generation in der Region bleiben und leben: „Deshalb müssen wir uns verstärkt um Themen wie Bildung und Infrastruktur kümmern.“ Zudem machte Knell seine Forderung nach der „größtmöglichen Freiheit des Einzelnen“ deutlich: „Sie soll durch den Staat so wenig wie möglich beschränkt werden.“ (zgm)

Quelle: HNA

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