Großübung bei Viessmann

Großeinsatz auf Viessmann-Gelände

Die Menschenrettung ist gelungen: Der Einsatztrupp ist zurück und meldet dem Einsatzleiter Vollzug. Fotos: Willi Arnold

Allendorf/Eder - Wenn der Melder geht und der Einsatzort "Viessmann" lautet, mag das für viele Brandschützer ein Schreck sein. Deshalb wurde genau dieses Szenario am Samstag einstudiert.

Als die Sirenen am Samstagnachmittag um 14.11 Uhr heulten, brachen die Feuerwehren der Großgemeinde Allendorf zu einem besonderen Einsatz auf. Battenfeld, Haine und Rennertehausen, sowie die Kerngemeinde Allendorf wurden alarmiert - bei Viessmann hatte eine Brandmeldeanlage ausgelöst und einen Brand im Untergeschoss des Informationszentrums gemeldet. Eine Übung, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.

Um 14.20 Uhr rückte Haine als erste der vier alarmierten Wehren an der Werkspforte an, wo Wehrführer Achim Lenz die Feuerwehrpläne überreicht bekam und, sich an diesen Plänen orientierend, zu jenem Gebäude fuhr, in dem der Alarm ausgelöst worden war. Innerhalb der nächsten Minuten trafen auch die Wehren aus Rennertehausen, Allendorf und Battenfeld ein und Gemeindebrandinspektor Horst Huhn übernahm die Einsatzleitung.

Es stellte sich heraus, dass noch ein Mensch vermisst wurde und ein Hackschnitzelbunker an den Brandherd angrenzte. Die Einsatzbefehle lauteten: „Erster Trupp mit Atemschutzgeräten zur Menschenrettung“, „Zweiter Trupp zur Brandbekämpfung“ und „Dritter Trupp: Wasserversorgung zur Kühlung des Hackschnitzelbunkers sicherstellen“. Während des Einsatzes stellte sich heraus, dass nicht ausreichend Atemschutzgeräteträger vor Ort waren, so dass vom Einsatzleiter nachalarmiert wurde. Dies sei eine Erkenntnis aus der nicht angekündigten Alarmübung, sagte Huhn später: „Um ein realistisches Übungsszenario zu bekommen, hatten wir den Einsatzort vernebelt, wodurch die Brandmeldeanlage Alarm auslöste.

Das Übungsziel war, den Ablauf und die Kommunikation unserer Wehren mit den ebenfalls nicht vorgewarnten Viessmann Werkschutzmitarbeitern in der Pforte zu prüfen“, nannte Huhn einen Schwerpunkt der Großübung. „Auch war wichtig zu erkennen, wie gut unsere Feuerwehren mit den zur Verfügung gestellten Feuerwehrplänen zurechtkommen.“ In diesem Zusammenhang lobte der Gemeindebrandinspektor die gute Zusammenarbeit der Allendorfer Wehren mit der Firma Viessmann: „Wir werden zu regelmäßigen Begehungen eingeladen und bei Baumaßnahmen sind wir mit eingebunden“, erklärte er.

„Diese Übung ist eine logische Folge aus unserer Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und die Chance für beide Seiten, Erkenntnisse zu sammeln, um darauf entsprechend reagieren zu können“, sagte Harald Schmidt von Viessmann, zu dessen Verantwortungsbereich auch der Brandschutz gehört. Horst Huhn stellte nach Übungsende fest: „Die Übung ist nach Plan gelaufen, Fehler wurden erkannt und die werden wir besprechen.“ Beim anschließenden Imbiss war Gelegenheit zu erster Manöverkritik, aber auch zum Danksagen. Schmidt überbrachte die Grüße der Geschäftsleitung.

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