Konzert in Bad Hersfeld

Auf der großen Festspielbühne

Auf der Bühne der Stiftsruine in Bad Hersfeld haben die Jugendsinfonie-Orchester der Edertalschule und der Christian-Rauch-Schule ein Konzert gegeben.Fotos: dwa

Bad Hersfeld/Frankenberg/Bad Arolsen - Freiluft-Konzerte haben etwas Besonderes, denn es werden viel mehr Sinne angesprochen als in einem „normalen“ Konzert. Dieser Eindruck bot sich jedem, der trotz großer Hitze am Sonntag nach Bad Hersfeld gekommen war.

Ein Konzert in der Stiftsruine bedeutet mehr als nur „draußen“ - hohe Mauern, Licht und Schatten, Wind auf der Haut, Vögel, die über die Köpfe der Zuschauer fliegen, rauschende Bäume und Vogelgezwitscher steigern die Atmosphäre zusätzlich. Und mittendrin junge Musiker aus Frankenberg und Bad Arolsen.

Im Rahmen der Bad Hersfelder Festspielkonzerte boten die rund 100 Musiker der Orchester der Frankenberger Edertalschule und der Christian-Rauch-Schule aus Bad Arolsen einen Ausschnitt ihres Programms „Auf dem Weg in die Moderne“, das beim zehnten Frankenberger Open Air Classic Konzert in gut zwei Wochen zu hören sein wird.

Gemeinsame Eröffnung

Eröffnet wurde das rund 90-minütige Konzert von beiden Orchestern gemeinsam unter der Leitung von Rainer W. Böttcher mit Leroy Andersons „Syncopated Clock“ und dem berühmten „Typewriter“ . Anschließend spielte das Bad Arolser Ensemble „Medieval Legend“, ein Stück voller Klangfarben und heldenhafter Melodien sowie das rhythmische und energiegeladene „Aboriginal Rituals“.

Das Elvis-Presley-Medley „A Tribute to the King“ hielt unter anderem die Melodien von „Hound Dog“, „Love me Tender“ und „Can‘t help falling in love with you“ bereit, was vielen Zuhörern zunächst ein Lächeln und dann schiere Begeisterung entlockte.

Das Jugendsinfonieorchester der Edertalschule erfrischte die Zuhörer - zumindest gedanklich - mit einem Ritt durch den Sherwood Forest mit der Film-Musik aus „Robin Hood“ von Michael Kamen.

Passend zum Herannahen eines Hitzegewitters folgte als Höhepunkt Igor Strawinskys „Feuervogel-Suite“, bevor beide Orchester vereint „Lord of the Dance“ spielten, einer Nacherzählung einer alten irischen Legende vom Kampf der guten gegen die bösen Mächte. Für die letzten Takte legten Wagener und Böttcher den Taktstock sogar zur Seite und mischten sich - trotz Hitze sichtlich gut gelaunt - unter die Orchester.

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