Restauriertes Gotteshaus eingeweiht

Großer Tag für die Allendorfer Kirche

Die Allendorfer Kirchenvorsteher statteten am Sonntag beim Festgottesdienst den Altar der Kirche nach zehnmonatiger Renovierungszeit wieder aus.Fotos: Frank Seumer

Burgwald-Ernsthausen - Es roch noch nach Farbe am Sonntagnachmittag beim Festgottesdienst mit Dekanin Petra Hegmann, Pfarrer Heinrich Giugno und weiteren Mitwirkenden: Die Plätze auf den restaurierten Bänken reichten nicht für die vielen Besucher aus.

Die Kirchenvorsteher marschierten mit dem Altarkreuz, der Bibel, der Taufschale, dem Abendmahlsgeschirr, Kerzen und Blumen in die Kirche ein. „Unsere Kirche ist damit wieder komplett und voll funktionstüchtig“, sagte Pfarrer Giugno. Er bezeichnete sie als ein „Stück Paradies in der Hunoldstraße“.

Rund zehn Monate hatte die Sanierung des 1739 erbauten Gotteshauses gedauert. „Jetzt sind wir dran, mit Singen und Beten, mit Hören und Danken und unserem Glauben“, rief der Pfarrer die Gemeinde auf. Der Ellershäuser Kirchenchor unter der Leitung von Gabi Giugno eröffnete den Gottesdienst musikalisch. Ann-Kathrin Py spielte die Orgel.

Der Kinderchor unter der Leitung von Irene Tripp und Elvira Heinrichs erfreute die Besucher mit „Wir singen vor Freude“ oder „Danke für diese schöne Kirche“. Bürgermeister Björn Brede bezeichnete die Sanierung als großen finanziellen Kraftakt und dankte der Landeskirche, dem Kirchenkreis und den vielen Spendern und Ehrenamtlichen aus dem Frankenauer Ortsteil. Gemeinsam mit Ortsvorsteher Dirk Michel überreichte er eine Bank aus Allendorfer Eichenholz. Architekt Adam-Willi Finger blickte auf die Bauzeit zurück und freute sich über den schnellen Konsens mit Landeskirche, Bauberatung, Denkmalpflege und Kirchenvorstand.

Die Kirchenvorsteher Ortwin Bauch, Hans-Helmut Michel, Elvira Heinrichs, Bärbel Prinz, Petra Schäfer, Diana Michel, Wilfried Wagner und Elsbeth Keßler stellten die Bauarbeiten in Bildern vor. „Der Naturschiefer ist haltbar für Generationen und mindert die Folgekosten“, erklärte Wagner die schwere Entscheidung zur Verkleidung des Fachwerks.

In ihrer Festpredigt beschrieb Dekanin Petra Hegmann die Bedeutung von Kirchen: „Sie sind Räume, die uns aus dem Alltag herausholen, sie machen uns bewusst, dass wir zu Gott gehören.“ Der Frankenauer Pfarrer Harald Wahl bezeichnete die Kirche als Begegnungsstätte zwischen Himmel und Erde. Die Kollekte des Gottesdienstes war für den Abschluss der Renovierungsarbeiten bestimmt.

Anschließend trafen sich alle Gottesdienstbesucher aus Allendorf und Nachbarorten zum gemeinsamen Kaffeetrinken auf dem Hof der Familie Wagner. Elvira Heinrichs überreichte Blumen an Irene Tripp und Elisabeth Wagner. Der Kirchenchor und die Gitarrengruppe sorgten für musikalische Unterhaltung bei Sonnenschein und selbst gebackenem Kuchen. (sr)

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