Dodenau

Großes Lob für einen kleinen Retter

- Battenberg-Dodenau. Jedes Jahr lernen Kinder bei der Brandschutzerziehung, wie sie sich richtig verhalten, wenn es brennt. Wie wichtig der Unterricht in den Kindergärten ist, hat sich am 20. Mai in Dodenau gezeigt: Marino Kurzeknabe bewahrt die Fleischerei seiner Eltern vor der Zerstörung durch einen Brand.

In der Fleischerei Kurzeknabe war ein Feuer ausgebrochen, Rauch steig auf. Eine Nachbarin klingelte an der Haustür. Der achtjährige Marino Kurzeknabe war alleine zu Hause und öffnete die Tür. Als die Nachbarin ihm zurief, dass es in der Metzgerei brenne, nahm Marino ohne zu zögern das Telefon und wählte den Notruf. „So wie er es gelernt hat, nannte er ganz ruhig Namen und Adresse, sagte, dass es brennt und die Feuerwehr kommen soll“, lobte Hartmut Specht den Neunjährigen. „Ein absolut richtiges Handeln.“ Wie die Rettungsleitstelle angerufen wird und was die Retter an Informationen benötigen, hatte Marino vor zwei Jahren bei der Brandschutzerziehung erfahren. Es zeige sich, dass Kinder in Notsituationen richtig handeln, wenn sie es einmal gelernt haben, sagte Specht. „Ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig die Brandschutzerziehung ist.“ Zum Dank lud der Wehrführer Marino und sein jüngerer Bruder Dario zum Übungsabend der Dodenauer Jugendfeuerwehr ein. Marino wurde für sein schnelles und richtiges Handeln noch einmal gelobt. Die beiden Brüder bekamen je einen Rauchmelder – ein wichtiger Helfer in jedem Haushalt, wie sie erklärt bekamen. Die Feuerwehrleute erläuterten ihnen außerdem die Lösch- und Rettungsfahrzeuge und Geräte, zum Schluss durften die Jungen noch eine Runde im Feuerwehrauto mitfahren. Hartmut Specht dankte auch Brandschutzerzieher Jürgen Löwer und seinen selbstlosen Helfern von der Feuerwehr für deren erfolgreiche Arbeit, die am 20. Mai wahrscheinlich größeren Schaden in der Fleischerei im Dodenauer Ortskern verhindert hat.

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