Sieben Monate auf Bewährung und Geldstrafe

Grundlos ins Gesicht getreten: Gericht verurteilt 22-Jährigen

Frankenberg. Wegen gefährlicher Körperverletzung hat das Frankenberger Amtsgericht ein 22-jährigen Mann zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten und zur Zahlung von 1200 Euro an das Opfer verurteilt. Die Freiheitsstrafe wird für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

In stark alkoholisiertem Zustand hat der Angeklagte am Neujahrstag einen 18-jährigen völlig grundlos von einer Bank getreten, ihn zu Boden geworfen und ins Gesicht geschlagen. Nachdem andere Männer ihn schon weggezogen hatten und der 18-jährige mit gebrochenem Nasenbein fragte: „War das jetzt nötig?“ riss sich der Angeklagte los. Er schlug und trat dann erneut auf sein Opfer ein.

Dieser Sachverhalt stand nach der Vernehmung von zwei Zeugen für Richterin Andrea Hülshorst, die Vertreterin der Staatsanwaltschaft und auch den Rechtsanwalt des Angeklagten fest.

Der Angeklagte berief sich auf einen „Filmriss“, nachdem er innerhalb weniger Stunden „sechs bis sieben Flaschen Bier“, eine halbe Flasche Wodka und mehrere Gläser Whiskey getrunken haben will. An das Geschehen könne er sich nicht erinnern, sagte der 22-Jährige. Er wisse nur, dass er irgendwann am Boden gelegen habe.

Die Tat hat sich am Neujahrsmorgen gegen 5.40 Uhr ereignet. Nach einer Silvesterfeier habe er zusammen mit seinem 19-jährigen Freund auf einer Bank gesessen, sagte das spätere Opfer als Zeuge aus. Der Angeklagte, den er nie zuvor gesehen habe, habe von der anderen Straßenseite gerufen: „Wer will hier Stress?“

Das habe er verneint, niemand wolle Stress, sagte der 18-Jährige. Gleichwohl sei der Angeklagte direkt auf ihn zu gekommen und habe sofort auf ihn eingetreten.

Im Krankenhaus wurde unter anderem ein Nasenbeinbruch, eine starke Schwellung der linken Gesichtshälfte und mehrere Beulen am Kopf diagnostiziert. Der junge Mann musste über Nacht im Krankenhaus bleiben. (off)

Quelle: HNA

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