Sinkende Zahlen bis zum Jahr 2016 – Landkreis empfiehlt die Aufgabe

Grundschule Bracht in Gefahr

Marburg-Biedenkopf. Es ist nicht unbedingt ein schönes Thema, und es bereitet vielen Unbehagen: Die mögliche Schließung kleiner Grundschulen aufgrund sinkender Schülerzahlen.

Im Landkreis Marburg-Biedenkopf betrifft das aktuell nur die Schule in Bracht. Alle anderen bleiben bestehen – auf jeden Fall die nächsten fünf Jahre.

Es gibt eine SchülerzahlGrenze nach unten - Karsten McGovern, Schuldezernent des Landkreises Marburg-Biedenkopf, ist an Gesetze des Landes gebunden. 13 Kinder gelten noch als eine Klasse, selbst wenn darin die Jahrgänge eins bis vier unterrichtet werden. „Sind es weniger, gibt’s keine Lehrer mehr“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete. Damit wird es für Bracht, dem Stadtteil von Rauschenberg im Ostkreis nahe Rosenthal, eng. Im Jahr 2016 werden dort voraussichtlich nur zwei Kinder eingeschult. 20 Kinder insgesamt wären dann in der Schule. Der Kreis empfiehlt, die Außenstelle aufzugeben.

„Bei einer so kleinen Zahl von Kindern ist das pädagogisch nicht mehr optimal“, sagt McGovern. Zwei sind eben keine Gruppe. Die Kinder könnten sich kaum mit Gleichaltrigen austauschen.

Selbstredend stößt das Vorhaben des Kreises vor Ort nicht auf Begeisterung. In Bracht selbst löst die Idee der Schließung der Grundschule viele Emotionen aus.

Finanzielle Vorteile hat die Schließung einer Grundschule für den Kreis übrigens nicht, erklärt McGovern. (red)

Quelle: HNA

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