Ein Gruß aus der Gefangenschaft: Georg Pfaff schrieb 1917 und 1919 Feldpostkarten

Vermutlich im Jahr 1961 aufgenommen: Das historische Bild zeigt von links Georg Pfaff, Ursula Althaus, den damals etwa vierjährigen Hans-Gerhard Eitzenhöfer und Pfaffs Ehefrau Marie. Foto: nh

Berghofen. Sie sind vergilbt, ein wenig fleckig – und schon fast 100 Jahre alt: Zwei Feldpostkarten, die sein Ur-Großvater Georg Pfaff in den Jahren 1917 und 1919 aus der französischen Gefangenschaft an seine Familie schrieb, sind für Berghofens Ortsvorsteher Hans-Gerhard Eitzenhöfer eine prägende Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg.

Georg Pfaff wurde am 24. April 1878 in Gladenbach geboren. Er hatte einen Bruder und zwei Schwestern. Tragisch: Die Kinder wurden Vollwaisen, als die Eltern mit einer Pferdekutsche tödlich verunglückten.

Sein Urgroßvater sei daraufhin zu einer Familie Zissel nach Hatzfeld-Holzhausen gekommen, berichtet Hans-Gerhard Eitzenhöfer. „Das waren nette Leute.“ Über den weiteren Lebensweg seines Urgroßvater berichtet Eitzenhöfer: „Er hat beim Reddighäuser Hammer gearbeitet und war handwerklich sehr begabt.“

Zeigt Feldpostkarten seines Urgroßvaters: Hans-Gerhard Eitzenhöfer aus Berghofen. Foto: Hoffmeister

Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde Georg Pfaff einberufen. Aus Frankreich erhielt Ehefrau Marie Pfaff zwei Feldpostkarten, geschrieben am 8. April 1917 und am 27. April 1919. „Diese beiden Postkarten hat meine Großmutter Zeit ihres Lebens gehütet wie einen Schatz. Ansonsten wären sie wahrscheinlich verloren gegangen“, berichtet Hans-Gerhard Eitzenhöfer.

Was Georg Pfaff zum Geburtstag seiner Frau und zur Konfirmation der Tochter Kathrinchen schrieb, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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