Laisa

Günther Belz ist Ehrenortsvorsteher

- Battenberg-Laisa (da). Im Rahmen eines Schlachteessens wurde Günther Belz am Freitagabend zum Ehrenortsvorsteher ernannt. 30 Jahre stand er an der Spitze des Ortsbeirats.

Die Feier war typisch für Laisa und Günther Belz: Ein Schlachteessen bildete den Rahmen, es war ein gelungender Dorfabend und zugleich ein feierlicher und würdiger Akt.

Es war 1981, als Günther Belz Ortsvorsteher wurde. Emil Mankel hatte das Amt abgegeben. „Die Verpflichtung und Verantwortung bedeutete, dass private Dinge in den Hintergrund geschoben wurden“, sagte Günther Belz am Freitagabend. Er habe sich bemüht, das Lebewesen Dorf mit Leben zu erfüllen. „Mit der Gebietsreform waren einige Gliedmaßen entfernt worden.“ Die Politik könne Grenzen verändern, „die Menschen bleiben jedoch die selben“. Das Dorf habe sich verändert, beispielsweise seien viele Handwerksbetriebe verschwunden. Dennoch: „Wir sollten optimistisch in die Zukunft blicken.“

Günther Belz habe sich übert Jahrzehnte „wie kein anderer“ für Laisa eingesetzt, sagte Bürgermeister Heinfried Horsel und nannte als Beispiele die Dorferneuerung und die Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses.

Belz war 30 Jahre lang – von 1981 bis April 2011 – Ortsvorsteher in Laisa. Er war als junger Mann Nachfolger von Emil Mankel geworden. In diesem Jahr gab Belz das Amt an Jörg Paulus weiter, gehört dem Ortsbeirat aber weiterhin an. „Du hast das Ortvorsteher-Amt bestens ausgefüllt und Laisa im besten Sinne geprägt“, sagte Horsel. Für seine Verdienste hatte Günther Belz im Jahr 2006 den Ehrenbrief des Landes Hessen erhalten.

Deutlich wurde am Freitagabend aber auch, Günther Belz ein Mann der ungewöhnlichen Ideen ist. „Für eine Überraschung bist du immer gut“, sagte der Bürgermeister, der sich sicher ist: „Du wirst dich weiter für die Entwicklung Laisas einsetzen.“ „Das Typische sind die überraschenden Momente“, betonte auch Stadtverordnetenvorsteher Heinz-Günther Schneider. Er ist Günther Belz‘ Nachbar und erinnerte an fünf Laisaer Rückersfeste seit 1978, an denen Vorbereitungen beide intensiv beteiligt gewesen waren.

Trotz der Überraschungen seien die Ideen stehts lange durchdacht, sagte der neue Ortsvorsteher Jörg Paulus. „Man muss die Dinge anders machen als die anderen“, sei ein Motto von Günther Belz. „Ich kann jeder Zeit zu dir kommen. Das Problem ist nur, wieder wegzu kommen“, sagte er schmunzelnd.

Er, Paulus, könne jederzeit zu Günther Belz kommen. „Es ist gut, dass du auch im Ortsbeirat bist.“ Als Geschenk überreichte Paulus ein Buch, einen Stein mit Daten und der Aufschrift „EOV“ (Ehrenortsvorsteher) sowie der Hausnummer – die fehlte an dem Haus der Familie Belz bislang – und die „Günther-Belz-Linde“. Sie solle vor dem Dorfgemeinschaftshaus gepflanzt werden. „Danke für alles, was du für dein Dorf geleistet hast.“

Heinfried Horsel und Jörg Paulus dankten auch Günther Belz‘ Ehefrau Inge. Weitere Dankesworte sprachen der frühere Battenberger Bürgermeister und Regierungspräsident a.D. Lutz Klein, Pfarrer Stefan Peter und Robert Paulus als Vertreter der Bürgerliste Laisa/Frohnhausen/Berghofen. Günther Belz war 16 Jahre Stadtverordneter und viele Jahre auch Fraktionsvorsitzender.

Umrahmt wurde die Ehrungsfeier vom Männergesangverein unter der Leitung von Werner Schielke. Die Männer sangen auch ein Lied, zu dem Michael Grings einen auf „Ludwigs Günther“ zugeschnittenen Text gedichtet hatte. Der Posaunenchor aus Frohnhausen, der von Günther Belz‘ Sohn Heiko dirigiert wird, steuerte ebenfalls einen Vortrag bei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare