Stiftungsfest des MGV Dodenau

Gutgelaunt gehen Sänger ins neue Jahr

+
„Moderne“ Kommunikation in Dodenau: Die Damen sangen sich afrikanischen Gospel am Dosentelefon vor.

Battenberg-Dodenau - Spaß und Sangesfreuden bringt alljährlich das Stiftungsfest des Dodenauer Männergesangvereins in die trübe Jahreszeit. Am Samstag sorgte der Verein wieder für Kurzweil.

Aus dem Dodenauer Terminkalender ist das Stiftungsfest des Männergesangvereins nicht wegzudenken - die traditionsreiche Veranstaltung fand am Samstag bereits zum 153. Mal statt. Und wie gewohnt machte es der Verein jedem recht - gleich ob Freund der Sangeskunst, von gutem Essen, deftigen Witzen oder gediegener Tanzmusik. Wohl auch wegen dieser Mischung schafft es der Verein Jahr für Jahr, die Mehrzweckhalle an der Eder zu füllen - nicht nur mit Mitgliedern, sondern mit Jung und Alt aus dem ganzen Dorf.

Eröffnet wurde der Abend mit einer Hymne der Herren an ihre Damen: „Ei, Mädel vom Lande, wie bist du so schön“, sagen die Mitglieder des Männergesangvereins. Die Damen bewiesen die Beweglichkeit ihrer Stimmorgane mit dem schwungvollen „Barbara-Ann“ der Beach Boys. Und dennoch stand der Gesang an diesem Abend nicht im Mittelpunkt. Vielmehr war es die gute Laune.

Nach den Ehrungen (siehe Kasten) und einem ausgiebigen, kalt-warmen Buffett zielten die Mitglieder des Vereins auf die Lachmuskeln. Die Damen präsentierten afrikanischen Gospel mit Dosentelefonen, Norbert Specht erinnerte auf Platt an alte Zeiten, trug Gedichte und nicht unbedingt jugendfreie Witze in der heimischen Mundart vor. Die Lacher hatte er auf seiner Seite.

Einer der Höhepunkte war sicherlich der Sketch einiger Herren aus dem MGV: Sie warfen einen Blick in die nahe Zukunft, in der die neue Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen aus Kostengründen Altenheime in verwaisten Kasernen eingerichtet hat - und verbeamtete Soldaten die „Pflege“ übernehmen. Die drastische Sparsamkeit und das Phlegma der Senioren sorgten für so manchen entsetzten, gar hysterischen Lacher.

Auch Ingrid Schäfer, die Vorsitzende Ute Müller selbst und der Chor „Audite Musica“ beteiligten sich am Programm, bevor die Tanzband „Beat-Breakers“ das Ruder übernahm. Zuvor hatte Ortsvorsteher Wolfgang Stein ein Grußwort gesprochen und die Bedeutung des Vereins und seines Traditionsfestes herausgestellt. Zu den Leistungen der Sänger gratulierte er.

2638774

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare