Hackschnitzel statt Heizöl: Nahwärme würde sich in Frankenau rechnen

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Alternative Energie: Sollte in Frankenau ein Nahwärmeversorgungsnetz entstehen, würde dieses laut Studie am effektivsten mit Holzhackschnitzeln laufen. In unserem Symbolfoto werden Hackschnitzel gerade einer Qualitätsprüfung unterzogen.

Frankenau. Die Stadt Frankenau hat einen weiteren Schritt unternommen, um in naher Zukunft den Großteil ihrer öffentlichen und auch mehrere private Liegenschaften per Nahwärmenetz mit regenerativer Energie zu versorgen.

Am Mittwoch stellte Marco Ohme von der Firma Viessmann (Bereich Bioenergiedörfer und -systeme) die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vor rund 50 Frankenauern vor.

Fazit: Ein Nahwärmenetz würde sich unter einer Voraussetzung rechnen: Die Großverbraucher, die bereits Interesse signalisiert hätten, müssten weiter bereit sein, Wärme abzunehmen.

Die Großabnehmer in Frankenau sind die Kirche, der Kreis, die Stadt Frankenau und die Lebenshilfe mit ihren Einrichtungen. Als Bürgermeister Björn Brede die anwesenden Vertreter der Großverbraucher ansprach, untermauerten diese ihre Bereitschaft.

In die Machbarkeitsstudie waren zudem auch Fragebögen von Bürgern eingeflossen, die sich am Nahwärmenetz beteiligen wollen. Im Vergleich zur ersten Info-Veranstaltung im Februar hat sich die mögliche Trasse des Nahwärmenetzes dadurch von 695 Meter auf 1605 Meter verlängert. „Wir haben 31 ausgefüllte Bögen aus Privathaushalten bekommen, 24 wurden in die Studie aufgenommen“, so Ohme. Die übrigen Liegenschaften habe man nicht berücksichtigen können, weil sie zu weit von der Trasse entfernt lägen.

„Wenn sich aber noch mehr Haushalte als Wärmeabnehmer finden, würde sich die Trasse weiter verlängern. Vielleicht könnten am Ende sogar alle in der Kernstadt von der günstigeren Wärme profitieren“, so Ohme. (dau)

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Von Philipp Daum

Quelle: HNA

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