Sommer im Sattel: Märchenhaft auf zwei Rädern durchs Ederbergland und den Burgwald

Hänsel und Gretel grüßen die Radler

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Burgwald/Battenberg - Einen ordentlichen Berg hat unsere heutige Tour zu bieten: Wer sie exakt nachfahren will, muss eine recht anspruchsvolle Steigung nach Battenberg überwinden. Doch die Mühen lohnen sich – und schließlich geht es ja irgendwann auch wieder abwärts.

Der Start ist gemütlich: Bei Ernsthausen sind am Bahnhaltepunkt ausreichend Parkplätze zu finden. Radler haben zudem die Möglichkeit, mit dem Zug anzureisen. Durchs Dorf, an Schule und Kirche vorbei führt der Radweg in Richtung Wiesenfeld und bietet gleich zu Beginn einen landschaftlich reizvollen Abschnitt. In Wiesenfeld lohnen Hugenottenstube und die Kirche für einen Abstecher – und nicht zuletzt sind auch die schmucken Fachwerkhäuser den ein oder anderen Blick wert.

Über teilweise asphaltierte Feldwege führt die Tour stetig bergauf. Burgwald wird angeschnitten. Von dort bietet sich ein guter Blick ins Edertal. Vorbei am neuen Bahnhaltepunkt und am alten Bahnhof geht es recht gemütlich durchs Feld in Richtung Röddenau. An der Schiefermühle bietet sich ein Abstecher nach Frankenberg an mit den vielen Sehenswürdigkeiten, die die ehemalige Kreisstadt zu bieten hat.

Wer darauf verzichten kann, folgt der Radwegbeschilderung und fährt am Röddenauer Sportplatz vorbei durch die Ederaue. Auch dieses Stück ist angenehm und entspannt zu fahren, bietet viele schöne Plätze für Pausen und mit Rennertehausen ein schmuckes Dörfchen mit einem sehenswerten historischen Ortskern und langer Geschichte.

In Höhe Haine sollten Radler kurz die Luft anhalten – die Kläranlage verbreitet unangenehme Gerüche. Über den Kirchweg führt die Strecke weiter nach Battenfeld, am Marktgelände, über die Eder und am Johannsen-Gelände vorbei entlang des Mühlgrabens zum Battenberger Industriegebiet. Dort ist Zeit für eine weitere Rast, denn das anspruchsvollste Stück der Strecke steht bevor: zunächst auf dem Radweg entlang der Dodenauer Straße und an Ende links zum Hänsel-und-Gretel-Brunnen inmitten der Battenberger Altstadt – idealer Ort für eine gemütliche Pause, um die Beine im Brunnenwasser baumeln zu lassen.

Weiter geht die Tour, auf der Biedenkopfer Straße geht es ordentlich bergauf – wer schiebt, muss sich nicht schämen. Über die Bundesstraße 253 (Vorsicht beim Überqueren!) geht es etwas gemütlicher in Richtung Laisa. Vorbei an Kirche und Heimatmuseum führt die Route durchs Feld nach Frohnhausen, wo der Kirchkräutergarten einen Abstecher lohnt. Die Kirche liegt direkt an der Strecke.

Kurz danach wird die Kreisgrenze zu Marburg-Biedenkopf überfahren. Über Oberasphe, Wollmar und Münchhausen führt der Weg zurück nach Ernsthausen. Wer seinen Beinmuskeln noch etwas zumuten will, fährt in Münchhausen auf den Christenberg. Ein Vorteil der Tour: Sie ist zwar lang, doch immer wieder bieten sich Einkehr- und Rastmöglichkeiten und viele Dörfer, die einen Abstecher lohnen – wer die Gegend erkunden möchte, kann also durchaus mehr als die anvisierten zweieinhalb Stunden einplanen. Abgesehen von der Auffahrt nach Battenberg ist sie gut zu befahren, eine gewisse Grundkondition für die mehr als 40 Kilometer sollte aber vorhanden sein.

von Mark Adel

Zum Download der Übersichtskarte geht es hier:

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