Sanierung alter Häuser: Rosenthaler informierten sich über mögliche Fördergelder

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Leerstand in Rosenthal: Die Sanierung alter Häuser in der Burgwaldstadt kostet viel Geld. Bürger ließen sich nun erklären, wie sie in den Genuss von Fördermitteln kommen können.

Rosenthal. Die Initiative Rosenthal ist weiter eifrig dabei, den Häuserleerstand in der Burgwaldstadt zu bekämpfen. Am Donnerstag waren rund 20 Rosenthaler der Einladung der Initiative gefolgt, um sich über mögliche Fördermaßnahmen zu informieren, die bei Sanierungen alter Gebäude fließen könnten. 

Details lieferte Walter Rinklin vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Kreises. Rinklin verwies auf das Jahr 1993, in dem eine Förderungsmaßnahme zur Dorferneuerung auslief, bei der strenge Ausführungsbestimmungen gemacht worden waren. Diese hatten den Bauherren damals viel denkmalschützerisches Verständnis und großen finanziellen Mehraufwand abverlangt. Heute hätten sich die Bestimmungen gelockert, es würde beispielsweise beim Fensteraustausch nicht mehr eine möglichst große Anzahl Fenstersprossen verlangt.

Wenn Förderung rechtlich möglich würde, bekämen private Investoren bis zu einer Regelsumme von 30 000 Euro maximal 30 Prozent, in extremen Fällen bis zu 45 Prozent Zuschuss, kommunale Projekte würden bis zu einer Gesamtsumme von 1,5 Millionen Euro mit maximal 75 Prozent bezuschusst.

Entscheidend für eine Förderung ist laut Rinklin vor allem die genaue Festlegung des Bereiches, um den es dabei gehen soll. Er sprach vom Kernbereich einer Kommune, Ausweitungen müssten begründet werden. Es gehe im Übrigen nicht nur darum, Häuserrenovierungen oder Neubauten zu fördern, auch öffentliche Plätze oder Straßenrandbereiche fielen ins Konzept der Maßnahmen. Auch gewerbliche Projekte im städtischen Kernbereich könnten förderungswürdig sein.

Auf jeden Fall würden bei diesen Projekten Architekturbüros eingebunden, die bei der fachgerechten Vorbereitung helfen sollen. Eine genaue Kostenermittlung beziehungsweise -schätzung sei bei allen Projekten schon im Vorfeld erforderlich.

Von Marise Moniac

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Quelle: HNA

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