Richtfest in Rennertehausen

"Halbzeit" für Kindergarten-Neubau

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Die Kindergartenkinder sangen zum Richtfest am neuen Kindergarten.Foto: Mark Adel

Allendorf-Rennertehausen - An der Tagesstätte in Rennertehausen wurde am Freitag Richtfest gefeiert. Seit den ersten Überlegungen zum Neubau sind nur zwei Jahre vergangen. Die Eröffnung ist für August nächsten Jahres geplant.

„Wer will fleißige Handwerker seh’n“, sangen die Kinder des Kindergartens – und waren sich einig: Die gibt es auf ihrer Baustelle. Innerhalb von fünfeinhalb Monaten wurde der Rohbau fertiggestellt. Nach dem ersten Spatenstich Anfang Juni wurde am Freitag der von den Kindern geschmückte Baum feierlich zum Richtfest auf das Dach gesetzt.

Nach dem Richtspruch von Zimmermann Berthold Spohr aus Frankenau blickte Bürgermeister Claus Junghenn auf die Historie des Baus zurück. „Im Oktober 2011 gab es die ersten Gespräche wegen beengter Platzverhältnisse im Kindergarten“, sagte er. Die Möglichkeit eines Anbaus an das bestehende Haus sei bald wieder verworfen worden: Zum einen sei das Grundstück dafür zu klein gewesen, zum anderen seien die Kosten auf rund 1,3 Millionen Euro geschätzt worden – ein Neubau erschien vernünftiger.

Etwas teurer als die anfangs veranschlagten 1,6 Millionen Euro wurde der dann aber doch: Etwa 1,8 Millionen Euro sind kalkuliert, die drei benötigten Grundstücke hatte die Gemeinde schon im Mai 2012 für insgesamt 215.000 Euro gekauft. In einem Architektenwettbewerb hatte sich wenig später das Marburger Büro „Bau-Art“ durchgesetzt. Die Planer hatten bereits den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Rennertehausen begleitet. „Liegen im Kostenrahmen“ Im Februar 2013 wurde der Plan öffentlich vorgestellt, Baubeginn war am 3. Juni. „Bislang wurden Aufträge in Höhe von 1,16 Millionen Euro erteilt“, berichtete Junghenn und ergänzte: „Wir liegen absolut im vorgesehenen Kostenrahmen.“

Zum Jahresende sollen die Arbeiten so weit fortgeschritten sein, dass der Innenausbau starten kann. Zuschüsse werden unter anderem von Kreis, Land und Kirche erwartet. „Die Schulis sind die Gekniffenen“, sagte Pfarrer Claus Becker augenzwinkernd – schließlich hätten die künftigen Schulanfänger gar nichts vom Neubau. Er versprach ihnen zwei „Schuli-Übernachtungen“: Eine in der alten und eine in der neuen Tagesstätte.

Becker dankte Ortsvorsteher Erich Clemens für dessen Unterstützung. Nach wie vor unklar und strittig im Dorf ist die Zukunft des alten Gemeindehauses. Weil im neuen Kindergarten ein Mehrgenerationenraum entsteht, wird das Gemeindehaus voraussichtlich nicht mehr benötigt. Eine Entscheidung über die Zukunft ist aber bislang nicht getroffen worden. Die Bewirtung der Gäste übernahm am Freitag die Rennertehäuser Frauenhilfe. (da)

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