Frankenberg

Hand in Hand mit einer Weltmeisterin

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- Frankenberg-Haubern (sr). Zum ersten Mal im großen Fußballstadion und dann gleich Hand in Hand mit einer Fußball-Weltmeisterin: Für die zehnjährige Jasmin Peupelmann aus Haubern wurde am Sonntag ein großer Traum wahr. Sie marschierte mit der Kinder-Eskorte beim Endspiel der Frauenfußball-WM ins Frankfurter Stadion ein.

Fast täglich kickt die fußballbegeisterte Jasmin auf einer Hauberner Wiese mit ihren Freunden Lorenz, Pia, Madeline, Sören, Annika, Yannik oder Leon. Auch auf dem Hauberner Sportplatz jagen die Kinder in den Ferien häufig dem runden Leder nach. Im Verein spielt Jasmin, die viele Tricks mit dem Ball beherrscht, bisher nicht. In den Jugendspielgemeinschaften des TSV Haubern sind keine Mädchen aktiv, allein hat sich Jasmin bisher nicht getraut, bei den Jungen mitzuspielen. Sie ist Fan des FC Bayern München und häufig sportlich aktiv: Fahrradfahren, Volkstanz in der Landjugend und die Jugendfeuerwehr gehören zu ihren Hobbys.

Im Radio hörte Familie Peupelmann vom Eskorten-Service zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft. Im Mai schickten die Eltern von Jasmin eine Bewerbung ab, wenige Wochen später kam die Zusage: Jasmin war für das Endspiel nominiert.Ihren Freunden in Haubern erzählte sie nichts davon, um Neid zu vermeiden. Vor dem Fernseher fieberte Jasmin natürlich mit der deutschen Mannschaft. Während das Team um Sylvia Neid im Viertelfinale an Japan scheiterte, wurde Jasmins Traum am Sonntag wahr: Sie marschierte an der Hand der japanischen Weltmeisterin Azusa Iwashimizu mit ins Stadion ein.

„Das war der aufregendste Moment“, erinnert sich Jasmin. 48 800 Zuschauer jubelten den Endspielteilnehmerinnen zu. Der erlebnisreiche Sonntag begann morgens um 11 Uhr mit dem Start in Haubern. Vater Marcell Peupelmann war einer von fünf Betreuern der 22 Eskorten-Kindern. Um 14 Uhr trafen sich die Mädchen und Jungen aus ganz Deutschland am Frankfurter WM-Stadion. In der Wintersporthalle gab es Verpflegung sowie Spiele zum Zeitvertreib. Dicht umlagert bei den jungen Fußballbegeisterten waren Tischkicker. Jasmin fand schnell Kontakt zu den anderen Kindern im Alter von sechs bis zehn Jahren. Nachmittags ging es dann zur Probe ins noch leere Stadion. Die Kinder wurden nach Größe sortiert und übten mit den Fahnenträgern zweimal den Einmarsch. Sogar die Nationalhymnen wurden gespielt.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 21. Juli

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